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In Müllautos in Berlin und New York

Main Echo, 30. März 2010

Umwelttechnologie: Bosch Rexroth stellt in Brüssel bei Ausstellung neues Hydraulikhybrid-System vor

Bosch Rexroth hat in Brüssel seine neusten Entwicklungen für sparsame Antriebstechnologien vorgestellt. Die Europaabgeordnete Anja Weisgerber nutzte die Gelegenheit, im Rahmen einer Ausstellung zum Thema Elektromobilität mit Ingenieuren von Bosch Rexroth über Innovationen zur Verringerung des Treibstoffverbrauchs und der Reduzierung von Treibhausgasen zu diskutieren. Hierbei lag ein Schwerpunkt auf dem in Lohr entwickelten Hydraulikhybrid-System. »Der Wirtschaftsstandort Unterfranken ist mit solchen Innovationen für die Mobilität der Zukunft gut aufgestellt. Die Entwicklung verbrauchsarmer Fahrzeuge gewinnt im Hinblick auf die Erreichung der EU-Klimaschutzziele immer mehr an Bedeutung.

Wir müssen uns bei der Entwicklung von Umweltinnovationen weltweit an die Spitze setzen«, so die umweltpolitische Sprecherin der CSU-Gruppe im Europaparlament. Anders als beim elektrischen Hybrid speichert der Hydraulikhybrid die beim Bremsvorgang freigesetzte Bewegungsenergie in einem Druckspeicher, nicht in einer Batterie. Dies hat Vorteile in Bezug auf Kosten und die Aufnahmefähigkeit von großen Mengen an Energie in einem kurzen Zeitraum. Deshalb hat der Hydraulikhybrid insbesondere bei schweren Fahrzeugen, welche gerade beim Bremsen im Stadtverkehr viel Energie freisetzen, Vorteile gegenüber Elektrohybriden. Je nach Fahrprofil wird eine CO2-und Verbrauchsminderung von bis zu 25 Prozent erreicht. Von dieser Kostenersparnis profitiert auch der Fahrzeughalter. »Auch vor dem Hintergrund der gerade laufenden Diskussion zur Elektromobilität müssen wir einen technologieneutralen Ansatz bei der Verbrauchsreduzierung unserer Fahrzeuge wahren. Dieser Ansatz erlaubt den Wettbewerb um die besten Lösungen, ohne spezifische Innovationen zu bevorzugen oder vom Markt auszuschließen. Der Hydraulikhybrid verdeutlicht, dass die EU neben dem Verbrennungsmotor und der Elektrifizierung des Antriebes auch andere innovative Systeme in der Strategie für einen nachhaltigen Verkehr berücksichtigen muss«, so Weisgerber weiter.

Das System wird von Bosch derzeit in verschiedenen Städten einem Praxistest in Müllfahrzeugen unterzogen, darunter Berlin, New York und Schweinfurt.