Neue Presse
Der Eltmanner JU-Chef Carsten Stöcker hat ein zweimonatiges Praktikum in den Schaltzentren der Macht der Europäischen Union absolviert. Bei der Parlamentarierin Dr. Anja Weisgerber gewann er umfassende Einblicke in die Europapolitik.
„Gerade in der heutigen Zeit, wo immer mehr Gesetze auf EU-Ebene erlassen werden, ist es doch wichtiger denn je, ein klares Bild über die Europäische Union zu haben“, nennt Nachwuchspolitiker Stöcker den Beweggrund für sein Praktikum im europäischen Regierungsapparat. Besonders aus politischem Interesse habe er Parlamentarierin Weisgerber über die Schulter an ihrem Brüsseler Schreibtisch schauen wollen. „ Die Neugierde war die treibende Kraft“, sagt er grinsend.
Sein Praktikum hat von Anfang Juni bis Ende Juli diesen Jahres gedauert. Dr. Anja Weisgerber (CSU) ist für die Regierungsbezirke Unter- und Oberfranken Stellvertreterin in den Bereichen Umwelt-, Sozial-, und Binnenmarktausschuss im Europaparlament. Diese Tätigkeitsbereiche hätten Carsten Stöcker die nötigen Einblicke auf Europa-Ebene für den diesjährigen Umwelttag der Jungen Union Haßberge am morgigen Samstag in Frickendorf bei Ebern gegeben.
Themenschwerpunkte der Umweltpolitik seien laut Stö¬cker die Zukunftstechnologien zur Treibstoffgewinnung, die Subventionierung von erneuer¬baren Energien, Solar- und Photovoltaikanlagen, Förder¬fonds und Unterstützungspro¬gramme für private sowie kommerzielle Nutzer. „Die jeweilige Sichtweise anderer Mitgliedsstaaten der EU dazu ist sehr interessant“, findet der Eltman¬ner. Die Problematik in der Ar¬beitsmarktpolitik zum Beispiel die Diskussion um Mindestlöh¬ne, Zeitarbeitsregelungen und Ausbildungsrichtlinien seien. Stöckers Ansicht nach „Brenn¬punkte, die zwar bundesweit bekannt sind, aber auch in Brüssel und Straßburg angegan¬gen werden, da sie ein Länder übergreifendes Problem darstel¬len.“ In der relativ kurzen Zeit habe er „eine enorme Menge an Wissen und Eindrücken rund um die Politik in Europa sammeln können.
Während der Brüsseler Prak¬tikumszeit habe Carsten Stö¬cker den Arbeitsalltag von Anja Weisgerber „hautnah miter¬lebt“. „Ein Praktikant ist hier eine hilfreiche Unterstützung“, sagt er. „Das typische Praktikantenk¬lischee“ sei dem quirligen Kerl aus der Wallburgstadt gleich am ersten Arbeitstag widerlegt worden. „Ich habe keine Akten kopiert, nichts eingeordnet und keinen Kaffee gekocht“, blickt er beeindruckt zurück. Was aber hat er dann erledigt? „Ich musste Plenumssitzungen protokollieren, die dann später als Vorlage zur Entscheidung über .Gesetzestexte verwendet wurden«, berichtet Carsten Stöcker stolz.
Er habe zudem Bürgeranfra¬gen, die meistens aus dem heimischen Wahlkreis kamen, be¬antwortet und öfter Anja Weis¬gerber zu Abstimmungen über neue Gesetzesentwürfe oder zu Informationsgespräche mit Vertretern der Industrie beglei¬tet.
Dass sie ihn als Praktikant bei wichtigen Terminen mitge¬nommen und den hochrangi¬gen Vertretern der Industrie vorgestellt habe, findet er „richtig super“. Die Zeit in Brüssel und Straßburg möchte der JU-ler nicht mehr missen.