Main Echo, 16. Februar 2010
Die Umsetzung der EU-Hygieneverordnung ist in Unterfranken noch nicht ganz abgeschlossen. Inzwischen haben knapp 95 Prozent der 302 zulassungspflichtigen Betriebe ihre Zulassung erhalten. Betroffen sind alle Unternehmen die mit Lebensmittel tierischen Ursprungs umgehen, überwiegend Metzgereien. »Derzeit sind noch 16 Betriebe ohne Bescheid«, sagte Regierungsvizepräsident Andreas Metschke bei der Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Europa.
Mit einer Zulassungsquote von 88,9 Prozent hat vor allem der Main-Spessart Kreis noch Nachholbedarf. Ähnlich sieht es im Kreis Kitzingen (86,2 Prozent) aus. In einigen Betrieben seien erforderliche Investitionen noch nicht abgeschlossen, berichtete Metschke: »Anschließend bekommen sie die Zulassung«. Ein Sonderfall sind zwei Unternehmen, die Farmwild züchten und derzeit eine gemeinsame Schlachtung aufbauen.
Handwerkskammer Präsident Hugo Neugebauer zeigte sich mit der Entwicklung zufrieden. Anfangs sei befürchtet worden, die Hälfte der betriebe müsse wegen der EU-Vorschriften dicht machen. Letztendlich sei kein einiger geschlossen worden.
Die CSU-Europaabgeordnete Anja Weisgerber wies daraufhin, »dass die EU die Hygienevorschriften nicht neu erfunden hat«. Sie räume gerade kleinen Betrieben mehr Spielräume ein. Die Verbraucher könnten jetzt darauf bauen, »dass alle den gleichen hohen Hygienestandard haben«.