Main-Echo, 05. September 2011
»Das ist ein Higlight im Jubiläumsjahr 750 Jahre Weinbau in Erlenbach«, freute sich Bürgermeister Michael Berninger am Samstag: Der Fränkische Weinbauverband hatte seine Auftaktveranstaltung zur Weinlese in den Hohberg verlegt, und Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner als Ehrengast schnitt die ersten Trauben vom Stock. Bilderbuchwetter und gekrönte Winzertöchter gaben der Veranstaltung festlichen Glanz.
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Seit 15 Jahren nimmt der Verband den Lesestart zum Anlass, im Kreis geladener Gäste aus Politik und Wirtschaft und in Anwesenheit vieler Medienvertreter auf die Bedeutung des Weinbaues in Franken aufmerksam zu machen. Präsident Artur Steinmann am Samstag: »Pro Euro aus jeder Flasche Wein werden zehn Euro, die Handel und Handwerk, Landwirtschaft und Gastronomie zugute kommen.«
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»Helden« nannte Steinmann die Steillagen-Winzer, die der Bevölkerung nicht nur Wein-, sondern auch Naturgenuss ermöglichen. Die müsse man ermutigen, »die sollen nicht allein gelassen werden!« An Ilse Aigner und die Europaabgeordnete Anja Weisgerber in ihrer Begleitung appellierte der Präsident, alles daran zu setzen, dass der seit 20 Jahren bewährte Weinanbau-Stopp in Europa erhalten bleibt bis weit nach 2015. Ansonsten sei absehbar, dass es rasch zur Überproduktion in »industriellem Weinbau« mit Maschineneinsatz in großen, leicht zu bewirtschaftenden Flächen kommen wird. Steinmann nannte weitere Verbandswünsche, die vor allem Fördermaßnahmen betreffen, aber auch die geplante Vermarktung von »Steillagen-Wein«: Den sollte es keinesfalls schon ab 30 Prozent Hangneigung geben.
Botschaften angekommen: Aigner versprach zu helfen, wo immer möglich; sie werde sich auf EU-Ebene für die Anliegen der Winzer einsetzen. Den »Helden im Weinberg« und ihren Produkten zollte sie gern Respekt: »Gute Qualität freut nicht nur die Winzer, sondern auch die Weintrinker.«
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