Sonntagsanzeiger, 18. Januar 2009
Stärkere Harmonisierung bei Zulassungen in Europa
Schweinfurt (red). "Die neue Pflanzenschutzmittelverordnung ist ein großer Fortschritt für mehr Verbraucher- und Umweltschutz und bringt mehr Harmonisierung bei der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln“ freute sich Europaabgeordnete Anja Weisgerber (Schwebheim) nach Verabschiedung eines entsprechenden Gesetzes.
Sie sieht darin ein europaweit einheitlich hohes Schutzniveau, ohne dabei eine nachhaltige landwirtschaftliche Produktion innerhalb Europas zu gefährden. Es werden aber alle Stoffe, die nachweislich krebserregende, erbgutverändernde und fortpflanzungsgefährdende Eigenschaften haben, vom Markt verschwinden. Bei der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln wird es in Zukunft statt 27 nationaler nur noch drei europäische Zulassungszonen geben. Die ebenfalls angenommene Richtlinie über den nachhaltigen Einsatz von Pflanzenschutzmittel hat das Ziel, die möglichen Risiken beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu minimieren. Gemäß des Vorsorgeprinzips und den Leitlinien des integrierten Pflanzenschutzes soll der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf das erforderliche Maß reduziert werden. „Der Leitgedanke lautet: So viel wie möglich, so wenig wie möglich“, so Anja Weisgerber abschließend.