rhoen-aktuell.de, 30. August 2011
Zu einem, wie er sagte, "schönen Fest" konnte der Vorsitzende des
Zweckverbandes Fränkisches Freilandmuseum Fladungen zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Darunter neben Verbandsrätinnen und -räten auch die Europaabgeordnete Dr. Anja Weisgeber, aber auch die Landtagsabgeordneten Volkmar Halbleib und Dr. Bernd Weiß. Ein Gruß galt dem Museumsteam an der Spitze mit Museumsleiterin Dr. Sabine Fechter, aber auch Bürgermeister Robert Müller und Altbürgermeister Raimund Goldbach. "Ohne ihn gäbe es das Museumsfest und das Museum nicht," sagte Landrat Thomas Habermann. Viel werde geboten, so dass man die Reden kurz halten wollte. Besonders hieß er aber die Wallfahrer aus Leutershausen willkommen, die mit der Übertragung ihrer Kirche ins Freilandmuseum eine Tradition aufleben ließen und einmal im Jahr zum Freilandmuseum zu Fuß pilgern. Der Zweckverbandsvorsitzende verwies auf die zahlreichen Handwerker, vom Papiermüller und Buchbinder über den Glasbläser und Textildrucker bis hin zum Hufschmied und Schuhmacher. Für kulinarische Abwechslung auf dem Teller sorgte die Wirtevereinigung „Rhöner Charme“ mit Spezialitäten von Lamm, Schwein, Rind und Forelle. "Für jeden ist da bestimmt etwas dabei."
Darauf ging auch Dr. Anja Weisgerber in ihrer Rede ein und verwies auf die gute alte Zeit, die im Fränkischen Freilandmuseum wieder lebendig wird. Sie erinnerte an die Kartoffelernte, aber auch daran, dass das Museum ein greifbarer Botschafter der fränkischen Kultur ist. Hier würden die Häuser Geschichten erzählen. Dr. Anja Weisgerber erinnerte an die Traditionen, die heute noch bestehen, erwähnte die christlichen Grundlagen und Werte, die eine wesentliche Rolle spielen. Weinfeste, Kirchweih und Hochzeiten, sowie verschiedenes Brauchtum seien wichtig. Dr. Weisgerber: "Unser heutiges Zusammenleben, das auf christlichen Werten beruht, ist nur zu verstehen, wenn wir das Leben unserer Vorfahren kennen."
Auf ihre Arbeit im europäischen Parlament eingehend sagte Dr. Anja Weisgerber, dass das Freilandmuseum maßgeblich von dieser profitiert. Mit Fördermitteln werde es unterstützt. In den vergangenen sieben Jahren flossen rund 3,5 Millionen Euro in den Landkreis Rhön-Grabfeld. Dies geschah über das Leader-Programm, das der Entwicklung des ländlichen Raumes dient. Allein 100.000 Euro flossen aus diesem Leader Programm in den Ausbau des Dreiseithofes Leutershausen mit der Aktionsscheune. Das waren die Hälfte der Gesamtkosten. Gefördert wurden aber auch weitere Museumsprojekte wie die "Region im Koffer" oder das Projekt "Historische Kulturlandschaften". Hier flossen von der Europäischen Union noch einmal knapp 70.000 Euro. "Die Region Rhön profitiert also an vielen Stellen von der Europäischen Union", stellte die Europaabgeordnete fest.
Sie dankte aber auch allen, die im Museum aktiv sind und diese Projekte mit umsetzen. Dr. Anja Weisgerber: "Die Europäische Union leistet mit den Fördermitteln einen Beitrag zum Erhalt der kulturellen Vielfalt in Europa und die Besucher sorgen dafür, dass das Museum mit Leben erfüllt wird." Karsten Eck, Geschäftsleiter des Zweckverbandes Fränkisches Freilandmuseum Fladungen erinnerte an die Sendung des Bayerischen Fernsehens "Jetzt red i - Europa" bei der auch Dr. Anja Weisgerber mit eingebunden war.
(...)