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Grande Dame" Schleicher hinterlässt große Fußspuren

Main Post Würzburg

Weisgerber soll ihr im Europaparlament nachfolgen

Würzburg (CR) Nach über 25 Jahren im Europapalament verlässt die 71-jährige Ursula Schleicher hochdekoriert die höchste politische Ebene und macht Platz für ihre designierte Nachfolgerin, die in Würzburg promovierte Juristin Dr. Anja Weisgerber (28). Vor rund 30 Interessenten mchte Ursula Schleicher, die "Grande Dame" der CSU-Europagruppe, stellvertretende EU-Parlamentsvorsitzende, Trägerin des Bayerischen Verdienstordens und des Bundesverdienstkreuzes im Restaurant "Pane e vino_" ihren offiziellen Abschiedsbesuch von Würzburg. "Die Würzburger haben mich immer unterstützt, nie kam von hier Gegenwind", lobte die gebürtige Aschaffenburgerin ihre Parteifreunde aus der Domstadt, enge Kontakte hatte sie besonders zu MdL Barbara Stamm und dem ehemaligen Postminister Wolfgang Bötsch, MdB. Oft hat sie auf das reiche Wissen der Würzburger Uni zurückgreifen können, besonders auf das der beiden Professoren Franz-Ludwig Knemeyer (wegen europäischem Kommunalrecht) und Dietrich Henschler wegen Arzneimitteln).

Schleicher kommt, wie die Schweinfurter Rechtsanwältin Weisgerber, aus einem bürgerlichen Elternhaus, ihre Mutter war sogar CSU-Landtagsabgeordnete. Dennoch kam sie erst über Umwege zur Politik: Nach einem nach dem sechsten Semester geschmissenen Medizinstudium studierte sie an der Frankfurter Uni Musik (Hauptfach Harfe).

Zeitweise als einzige CSU-Frau saß Schleicher von 1972 bis 1980 im Bonner Bundesparlament, ab 1979 für ein Jahr gleichzeitig im Europaparlament, dessen stellvertretende Vorsitzende sie Mitte der 90er für fünf Jahr lang war.

Liebevoll gestaltet war das Rahmenprogramm der JU-Veranstaltung "Europäischer Abend" unter der gemeinsamen Federführung von Dr. Anja Weisgerber und JU-Chef Andreas Hellbach. Zwei Kabarettisten der Schweinfurter Faschingsgesellschaft Schwarzen Elf gaben Teile ihres Programms zum Besten.