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Glos geht: Einschnitt für Unterfrankens CSU

MainPost, 01. Juli 2011

Der „Alte“ blickt auf eine lange, erfolgreiche Karriere in Partei und Bundespolitik zurück. Er war lange Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag, später Bundeswirtschaftsminister. Er ist seit 35 Jahren für den Wahlkreis Schweinfurt/Kitzingen im Bundestag. Und er gibt nun nach 18 Jahren seinen letzten Partei-Spitzenjob als unterfränkischer CSU-Bezirksvorsitzender ab.

Der „Neue“ sitzt seit 1998 für den Stimmkreis Schweinfurt im Landtag. Seit Oktober 2009 ist er als Innenstaatssekretär Mitglied der bayerischen Staatsregierung. Er hat lange Erfahrung in der Kommunalpolitik – unter anderem als Bürgermeister von Donnersdorf (Lkr. Schweinfurt). Er gilt als bodenständig und bürgernah. Und steht nun vor dem Sprung auf seinen ersten Spitzenjob in der CSU.

Es ist zweifellos eine Zäsur für die unterfränkische CSU, wenn der Stab des Bezirksvorsitzenden an diesem Samstag auf dem Bezirksparteitag in Waigoldshausen (Lkr. Schweinfurt) von Michael Glos auf Gerhard Eck übergeht. Hört man sich in der Partei um, so gilt die Wahl Ecks allgemein als sicher. Den vakanten Vizeposten von Ex-Staatssekretär Bernd Weiß wird wohl die Bundestagsabgeordnete Dorothee Bär übernehmen. Die weitern Vizeposten sollen wie gehabt von Eberhard Sinner, Christine Bötsch und dem Aschaffenburger Landrat Ulrich Reuter besetzt werden. Gar von einem „unspektakulären Parteitag“ ist deshalb trotz des Generationswechsels die Rede.

Dabei hat die Unterfranken-CSU durchaus bewegte Jahre hinter sich: Als Glos im Februar 2009 den verdutzten Bezirksvorstand von seinem beabsichtigten Rücktritt als Bundesminister unterrichtete, kündigte er – zumindest in der Wahrnehmung vieler Teilnehmer – auch seinen Rückzug als Bezirkschef an. Dem designierten Nachfolger Bernd Weiß fehlte es aber an Rückendeckung in der Partei, die Fronten waren unübersichtlich. So trat Glos im Sommer 2009 vom Rücktritt zurück – und noch einmal für zwei Jahre als Bezirkschef an. In seinem Windschatten, so hieß es damals, solle sich die Nachwuchsgarde von der Europaabgeordneten Anja Weisgerber über Bär bis zum Würzburger MdL Oliver Jörg in Ruhe entwickeln.

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