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Fußball in Brüssel

Bayernkurier

Das Europäische Parlament hat sich in einem Initiativbericht zum Profifußball für mehr Chancengleichheit eingesetzt. "'Warum mischt Europa sich da auch noch ein?' werde ich oft gefragt", erzählt die sportpolitische Sprecherin der CSU-Europagruppe, Anja Weisgerber. "Über Elfmeter und rote Karte bestimmt nach wie vor der Schiedsrichter", meint die unterfränkische Europapolitikerin. Aber der Profifußball habe auch eine wirtschaftliche Seite, die unter Europarecht falle. Derzeit herrscht Verwirrung darüber, welche Regeln im Profifußball gelten. Weisgerber: "Deswegen fordern wir als CSU Rechtssicherheit im Vorfeld. Wir streben einen Dialog mit allen Beteiligten - Kommission, UEFA und FIFA, Spielern und Vereinen - an, um die bestehenden Regeln zu präzisieren." Denn auf europäischer Ebene müssten faire Wettbewerbsbedingungen zwischen den internationalen Vereinen herrschen, so Weisgerber. Bayern München dürfe nicht schlechter stehen als etwa Real Madrid. "Mit Hilfe eines Kostenkontrollsystems und transparenten strukturen wollen wir verhindern, dass Privatleute in Vereinen ihr Geld waschen können." Den Vereinen wird nichtr vorgeschrieben, wie sie ihr Geld zu verwenden haben, aber es soll eine unabhängige Stelle über die Finanzen wachen und für gerechteren Wettbewerb sorgen.