Schweinfurter Tagblatt, 28.06.2013
Vor Bürgermeistern aus dem Landkreis Schweinfurt und Verwaltungsmitarbeitern hat die Europa-Abgeordnete Anja Weißgerber (CSU) von „einer Sensation“ berichtet – der Streichung von Wasser aus einem Richtlinienvorschlag der EU-Kommission. Die heftig umstrittene Vorlage hatte europaweit Befürchtungen genährt, der Wassermarkt könnte privatisiert werden. Auch Anja Weißgerber, die Mitglied im EU-Binnenmarktausschuss ist, hatte gegen den zweifelhaften Vorschlag gekämpft. Mit sichtlichem Stolz berichtete sie von den langwierigen Verhandlungen, bei denen die Kommission schließlich keinen halb garen Kompromiss beschloss, sondern Wasser – und auch die Notfallrettung – aus der Richtlinie herausstrich.
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An den Erfolg „hatte ich, wenn ich ganz ehrlich bin, selbst nicht mehr geglaubt“, gab Anja Weißgerber zu. Die Verhandlungen zwischen EU-Kommission, Parlament und Rat seien intensiv und schwierig gewesen. (...)
Ein weiteres Thema der Veranstaltung waren Änderungen im Vergaberecht. Anja Weißgerber informierte die Zuhörer, dass bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen mit europaweiter Ausschreibung nicht mehr nur das günstigste, sondern das wirtschaftlichste Angebot gewinnen soll.
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