Haßfurter Tagblatt, 10. Mai 2011
Eine äußerst engagierte Arbeit hat der Bezirksverband Unterfranken der Frauen-Union in den letzten beiden Jahren geleistet. Die 2009 gewählte Vorsitzende, die Europaabgeordnete Dr. Anja Weisgerber, hatte sich wie versprochen mit ganzer Kraft in den Dienst der Frauen-Union gestellt und erhielt bei der Neuwahl in der Bezirksversammlung in der Stadthalle in Eltmann wieder das Vertrauen aller 61 anwesenden Delegierten. Die Bayerische Staatsministerin für Justiz und Verbraucherschutz, Dr. Beate Merk, die Präsidentin des Bayerischen Landtags, Barbara Stamm, und die stellvertretende CSU-Generalsekretärin, MdB Dorothee Bär, dankten Anja Weisgerber und ihrem Vorstand für ihr Engagement und gratulierten ihr sowie allen Vorstandsmitgliedern zu den überaus guten Wahlergebnissen.
Drei Hauptziele hatte sich der Bezirksverband gesteckt und mit großem Einsatz verwirklicht: den Servicecharakter des Bezirksverbands für die Orts- und Kreisverbände noch deutlicher herauszustellen, die Frauen zu fördern und die Themen Familienpolitik, Gesundheitspolitik und Jugendschutz intensiv anzugehen. Dass Anja Weisgerber für die Bereiche auch im Europaparlament zuständig ist, sah sie selbst als großen Vorteil. „Einer unserer Erfolge war, dass unsere vom Landesverband mitgetragene Forderung an den Koalitionsvertrag, das Kindergeld und den Kinderfreibetrag zu erhöhen, bereits umgesetzt wurde“, freute sie sich. Die ebenfalls geforderte Anrechnung der Kindererziehungszeit in der Alterversorgung und das Betreuungsgeld müssten jedoch noch vollzogen werden.
Eine weitere Errungenschaft der Frauen-Union sei die Beratungsstelle „Frau&Beruf“. 2009 im Rhön-Saale Gründer- und Innovationszentrum in Bad Kissingen als Anlaufpunkt für arbeitslose Frauen, Frauen, die sich im Job weiterentwickeln wollen, Wiedereinsteigerinnen oder Existenzgründerinnen ins Leben gerufen, hätten schon mehrere hundert Beratungen stattgefunden.
„Was mich als Europaabgeordnete besonders freut: die Beratungsstelle wird nicht nur vom Bayerischen Staat, sondern auch durch den Europäischen Sozialfonds gefördert“, so Anja Weisgerber. Da der Bedarf evident sei, habe man weitere Beratungsstellen in den Landkreisen Haßberge und Schweinfurt-Land eröffnet und sei mit weiteren Landkreisen im Gespräch.
Das Jahr 2011 ist das „Jahr der Frau“ in der CSU. Doch schon 2010 hat der Bezirksverband der Frauen-Union erfolgreich mit dem Mentoring-Programm, dem erfolgreichsten Frauenförderprogramm in der politischen Landschaft Bayerns, begonnen. 15 Frauen wurden ein Jahr lang von Politikerinnen von allen politischen Ebenen, betreut, beraten und gefördert. „Heuer sind es bereits 24 Frauen, die im Mentoring-Programm das Rüstzeug für ihre politische Arbeit erhalten“, teilte Anja Weisgerber zum Auftakt des Programms mit.
Zuletzt betonte sie, dass die Zukunftsfähigkeit der CSU davon abhängen werde, ob sie es schaffe, den Frauenanteil in der Partei und den Vorständen dauerhaft zu erhöhen. „Dafür müssen wir gemeinsam kämpfen“, so die Bezirksvorsitzende, die auch mit Stolz bekannt gab, dass die FU in den letzten beiden Jahren 151 neue Mitglieder gewonnen habe. „Frauen- und Familienpolitik ist Zukunftspolitik“ ergänzte Dorothee Bär. „Ohne Frau ist kein Staat zu machen“. Mädchen hätten die besseren Schul- und Universitätsabschlüsse und verdienten im Schnitt trotzdem 23 Prozent weniger als ihre gleichaltrigen männlichen Kollegen. „Diesen Missstand müssen wir beseitigen“, so die Bundestagsabgeordnete.
Eltmanns Bürgermeister Michael Ziegler hatte die Delegierten eingangs in der „Perle von Unterfranken“ beziehungsweise der „Stadt, in der der Süden beginnt“, willkommen geheißen. Außerdem lud er Dr. Beate Merk, zur Eintragung ins Goldene Buch der Stadt Eltmann ein.