Bayernkurier, 17. November 2012
Die regionale Spezialität „Fränkischer Karpfen” trägt künftig ein EU-Gütesiegel. Um sich so nennen zu dürfen, muss der Karpfen dann tatsächlich aus Franken kommen, berichtet die verbraucherschutzpolitische Sprecherin der CSU-Europagruppe, Anja Weisgerber. „Wir haben in Franken eine Vielzahl ausgezeichneter und traditioneller Produkte“, so die unterfränkische Europapolitikerin. Das Gütesiegel, das dies bestätige, sei zugleich Qualitätsmerkmal der hochwertigen Erzeugnisse und sorge für einen angemessenen Schutz, begrüßt Weisgerber die Entscheidung der Europäischen Kommission. Tatsächlich ist der „Fränkische Karpfen“, auch „Frankenkarpfen“ genannt, seit rund 900 Jahren eine Spezialität der Region und eng verbunden mit den dortigen Klöstern. Die Karpfenzucht hat nicht nur die Landschaft, sondern auch das kulturelle Leben in Franken geprägt. Künftig unterliegt der Fränkische Karpfen den Auflagen des Gütezeichens „geschützte geographische Angabe“ (g.g.A.). Dann muss der Frankenkarpfen auch tatsächlich aus Franken kommen oder dort mindestens erzeugt, verarbeitet oder hergestellt werden.