Auszüge aus Mainpost, 7. Juli 2008
(mim) Am Freitag besuchte Anja Weisgerber, Mitglied des Europäischen Parlaments, die Winzergemeinde Stammheim. CSU-Landtagsabgeordneter Otto Hünnerkopf hatte sie ins Alte Rathaus eingeladen, um mit ihr zusammen über die Auswirkungen der EU-Weinmarktreform zu informieren. Vorher besuchten sie das Weingut Mößlein in Zeilitzheim und erkundigten sich über die Anliegen der unterfränkischen Jungwinzer.
Weisgerber erklärte zur Entwicklung und zu den Auswirkungen der EU-Weinmarktreform: „Wir konnten zahlreiche Erfolge wie die Beibehaltung der Saccharoseanreicherung, die Etikettierungsvorschriften, die Qualitätsweinprüfung und natürlich den Schutz unseres Bocksbeutels erreichen. Deutschland erhält aus den durch die Reform frei werdenden Geldern zusätzliche Fördermillionen für den Weinsektor: 23 Millionen Euro bereits 2009 mit einer Steigerung bis 2012 auf sogar 38 Millionen Euro. Der fränkische Weinbau wird von diesen zusätzlichen Geldern sehr profitieren“, zitiert eine Pressemitteilung Hünnerkopfs die unterfränkische Europaabgeordnete.
Die Winzer zeigten sich demnach zufrieden mit den Ergebnissen der Weinmarktreform. Der Vizepräsident des fränkischen Weinbauverbands, Eugen Preißinger, bedankte sich im Namen der unterfränkischen Winzer für Weisgerbers Engagement. Als wichtigstes Anliegen der Kolitzheimer Winzer nannte er die Aufhebung der EU-Pläne zum Pflanzverbot.
[...] „Ich werde mich auch in dieser Frage nachdrücklich für die fränkischen Interessen einsetzen“, versprach Weisgerber.
Hünnerkopf sprach von einer engen Verbindung zu Europa, nicht nur in wichtigen Fragen der Agrar- und Umweltpolitik. [...] Mit Anja Weisgerber haben wir dort eine engagierte und fleißige Vertreterin unterfränkischer Interessen.“