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FLEISSIGE BIENEN

Bayernkurier, 21. April 2012

„Die biologische Vielfalt in Europa ist gefährdet“, warnt die umweltpolitische Sprecherin der CSU-Europagruppe, Anja Weisgerber.
Der weltweite Artenrückgang verlaufe derzeit bis zu 1000 Mal so schnell wie unter natürlichen Bedingungen. „In der EU sind etwa 25 Prozent der Tierarten bedroht, 88 Prozent der Fischbestände überfischt oder dezimiert“, so die unterfränkische Europapolitikerin. „Viele Ökosysteme sind so geschädigt, dass sie ihre für uns lebensnotwendigen Aufgaben nicht mehr erbringen können.“ Dies verursache große wirtschaftliche Schäden. Insekten etwa bestäubten Agrarpflanzen und erbrächten Dienste für die Landwirtschaft, deren Wert auf 15 Milliarden Euro pro Jahr beziffert werde. Zudem sei die Biodiversität Grundlage für Innovationen in Medizin, Chemie oder Biotechnologie. Weisgerber: „Die Produktion von Nahrungs- und Futtermitteln, nachwachsenden Rohstoffen und Arzneimitteln ist heute ohne die Nutzung genetischer und biologischer Ressourcen kaum noch denkbar.“ Mit ihrer Biodiversitätsstrategie 2020 will die EU den negativen Trend aufhalten. „Wir Abgeordnete werden genau darauf achten, dass wirksame Maßnahmen für den Erhalt der biologischen Vielfalt ergriffen werden“, verspricht Weisgerber. „Gleichzeitig müssen wir aber auch darauf achten, dass die wirtschaftliche Entwicklung in Europa gestärkt wird und unsere europäische Land- und Forstwirtschaft weiterhin gedeihen kann.“