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Familientag am Dreifrankenstein

Bayernkurier, 22. Mai 2010

Viel Zuspruch beim zehnten Drei-Franken-Treffen der CSU

Burghaslach – „Wetter-, bibel- und charakterfest“ sind die Franken nach Ansicht des Bamberger Bundestagsabgeordnetem Thomas Silberhorn. Beweis dafür waren die trotz nasskalter Witterung zahlreichen Gäste beim zehnten Drei- Franken-Treffen der CSU, organisiert von der Schlüsselfelder CSU mit ihrem Vorsitzenden Winfried Gerner. Über zehn Jahre hat sich das Familientreffen der fränkischen CSU am Himmelfahrtstag zu einem Fixpunkt entwickelt, der im Terminplan der fränkischen CSU-Verbände verankert ist. „Ohne uns Franken läuft nix, jedenfalls nichts Gescheites“: So überbrachte der stellvertretende Bezirksvorsitzende der oberfränkischen CSU, Hans-Peter Friedrich, am Dreifrankenstein, dem Schnittpunkt der drei fränkischen Regierungsbezirke in der Nähe von Burghaslach, die Grüße von Karl-Theodor zu Guttenberg. Denn der Verteidigungsminister war in diesem Jahr aus dienstlichen Gründen an der Teilnahme verhindert. Auch der unterfränkische Bezirksvorsitzende, Bundesminister a. D. Michael Glos, forderte die 200 Teilnehmer zu Selbstbewusstsein auf. Und dazu, die Heimat nicht zu vernachlässigen. Der Bundestagsabgeordnete aus Prichsenstadt unterstrich, die Franken könnten sich durchaus sehen lassen. Angesichts des ökumenischen Kirchentages betonte der mittelfränkische Bezirksvorsitzende Joachim Herrmann, dass evangelische und katholische Christen mehr das Gemeinsame herausstellen sollten, nicht das Trennende. Da unsere Tradition auf christlichen Werten aufgebaut sei, „muss das Kreuz auch in den Klassenzimmern bleiben“, so der Innenminister. In der CSU sieht Herrmann den Garanten für deutliches politisches Profil und klaren Zukunftskurs. Nach Auffassung Hans-Peter Friedrichs gilt es für die Union, Grundsätze zu wahren und gegen merkwürdige Wertvorstellungen standhaft zu bleiben. Nach der Landtagswahl in NRW sei es „eine Schande, wie die Sozialdemokraten sich anschicken, die Kommunisten ins Boot zu nehmen, anstatt sich klar und eindeutig abzugrenzen“, so Friedrich. Angesichts der aktuellen Rettungsaktionen für den Euro fordert der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, endlich eine Politik der Stabilität als Maßstab für Europa zu verankern. Friedrich: „Der Euro ist Realität und deshalb müssen wir alles tun, ihn zu stabilisieren und zukunftsfähig zu machen“. Sparen sei angesagt, und auch Deutschland habe über seine Verhältnisse gelebt. Die aufgehäuften Schulden seien eine Riesenbürde für die kommenden Generationen. Die Grußworte boten Stoff genug für intensiven Gedankenaustausch, zum Beispiel mit den fränkischen Europaabgeordneten Anja Weisgerber, Monika Hohlmeier und Martin Kastler, den Bundestagsabgeordneten Dorothee Bär (Bad Kissingen), Hans Michelbach (Coburg) und Stefan Müller (Erlangen), mit etlichen Landtagsabgeordneten und Kommunalpolitikern. Das Lied der Franken durfte traditionell nicht fehlen: Alle sechs Strophen wurden von der Schlüsselfelder Kapelle „Jugend musiziert“ unter Leitung von Georg Sturm mit Elan intoniert. Das Drei-Franken-Treffen findet jeweils am Himmelfahrtstag am Dreifrankenstein statt. Viele Teilnehmer wandern oder radeln dorthin. Im Mittelpunkt stehen nicht Reden, sondern das gesellige Beisammensein, Spaß auch für die Kinder, gemeinsame Lieder, Gespräche und ein gutes Angebot regionaler Spezialitäten. Oder wie Michael Glos sagt: „Der Franke liebt kurze Reden und lange Würste.“