Bayernkurier, 10. Juni 2011
„Bayern ist das sicherste aller Bundesländer. Nur den Ganoven geht es in Bayern schlechter als im übrigen Deutschland“, sagte der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann, in diesem Jahr Gastgeber des Drei-Franken-Treffens der CSU.
Am Dreifrankenstein, inmitten der Steigerwald-Flur am Schnittpunkt der drei fränkischen Regierungsbezirke nahe Burghaslach, kamen zum elften Mal die CSU-Bezirksverbände Ober-, Mittel- und Unterfranken zusammen. Seit 2000 nutzen sie den Himmelfahrts- Nachmittag zum Wandern oder Rad fahren, zum Politisieren und Gesprächen, aber auch zum Musizieren und Singen. Nach den Worten des mittelfränkischen CSU Bezirksvorsitzenden steht Bayern nicht nur für beste Sicherheit und Freiheit. Im Freistaat lasse es sich mit niedrigster Arbeitslosigkeit und hohem Wirtschaftswachstum auch ausgesprochen gut leben. „Das haben die fleißigen Menschen hart erarbeitet. Es zeigt aber auch, dass die Union in Deutschland und Bayern die Weichen richtig gestellt hat. Joachim Herrmann unterstrich, dass CDU und CSU inzwischen die einzigen Parteien in Deutschland seien, die sich der christlichen Traditionen besinnen und in diesem Sinne verantwortlich die Zukunft gestalten. CSU und CDU hielten am Religionsunterricht an staatlichen Schulen, Kruzifixen in den Klassenzimmern und Kirchensteuern ebenso fest, wie am Schutz der Sonn- und Feiertage gegen massive Kommerzialisierungsversuche. Der unterfränkische Bezirksvorsitzende, Bundesminister a. D. Michael Glos, brachte mit einer launigen Rede und Anekdoten zur Geschichte Frankens die fast 500 Gäste zum Schmunzeln. Er erinnerte daran, dass sich Franken durchaus sehen lassen könne und rief dazu auf, selbstbewusst zusammenzuhalten und die Heimat nicht zu vernachlässigen. Mit großem Dank bedacht wurde Michael Glos nicht nur für die Initiative zum Drei-Franken-Treffen, sondern auch für seine jahrzehntelange Arbeit für die gemeinsame Heimat. Joachim Herrmann: „Wir lassen uns das dank Michael Glos Erreichte nicht kaputtmachen, weder durch schlampiges Wirtschaften in anderen EU-Ländern zum Nachteil des Euro, noch durch einen sehr einseitigen Länderfinanzausgleich, der dringend reformiert gehört“. Direkt vom evangelischen Kirchentag in Dresden kommend, betonte der designierte Bezirksvorsitzende der oberfränkischen CSU, Bundesminister Hans Peter Friedrich: „Die Kommunisten haben es nicht geschafft, den christlichen Glauben platt zu machen“. Der tolle Zuspruch vor Ort habe gezeigt, dass auch in den neuen Ländern christliche Werte einen hohen Stellenwert genießen. Friedrich rief die dazu auf, sich wieder mehr in der Politik zu engagieren: „Es geht um die Gestaltung der Zukunft mit klarem Kurs und Profi l“. Mehr als früher müssten Vor- und Nachteile von Entscheidungen aufgezeigt, Zusammenhänge erläutert und mit den Menschen diskutiert werden: „Die CSU ist die größte politische Bürgerinitiative in Bayern und Garant dafür, Bayern und Deutschland in eine gute Zukunft zu führen“. Unter organisatorischer Federführung der Burghaslacher CSU mit ihrem Vorsitzenden Hans-Peter Rost, gab es beim Drei-Franken-Treffen auch diesmal Stoff genug für intensiven Gedankenaustausch, zum Beispiel mit der Europaabgeordneten Dr. Anja Weisgerber, den Bundestagsabgeordneten Stefan Müller, Marlene Mortler und Thomas Silberhorn, dem Ehrenvorsitzenden der mittelfränkischen CSU, Bundesminister a. D. Carl-Dieter Spranger oder mit Hans Herold als gastgebendem Kreisvorsitzenden. Aber auch nachdenkliche Besinnungsworte zum christlichen Feiertag. Das Lied der Franken durfte traditionell nicht fehlen, intoniert von der Drei-Franken- Kapelle unter Leitung von Norbert Folk.