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Europateam steht

Bayernkurier

Die Liste steht: Am Wochenende haben die CSU-Delegierten ihre Kandidaten für die Europawahl nominiert. Spitzenkandidat ist Partei-Vize Ingo Friedrich.

CSU-Chef Edmund Stoiber gab das Ziel für die Wahl am 13. Juni vor: „Zehn Sitze + X!" um die Zahl der Parlamentarier halten oder gar ausbauen zu können, braucht es erneut ein starkes Ergebnis: Bei der Wahl vor fünf Jahren fuhr die CSU in Bayern 64 Prozent ein.

„Nur eine Stimme für die CSU ist eine Stimme für ein starkes Bayern in Europa", so Stoiber. Während die CSU-Liste ausschließlich mit bayerischen Vertretern besetzt sei, stünde auf den ersten 20 SPD-Plätzen lediglich ein bayerischer Bewerber. Stolz zeigte sich der parteivorsitzende bei der Nominierung in München über die ausgewogene Liste: Unter den ersten acht Plätzen finden sich alle Regierungsbezirke wieder.

Spitzenkandidat ist Ingo Friedrich, der 94,9 Prozent der Stimmen erhielt. Er sitzt seit 1979 im Europaparlament, ist dort seit 1999 Vizepräsident. Auf Platz 2 tritt Angelika Niebler an: Die 40-jährige EU-Abgeordnete fungiert seit fünf Jahren als Parlamentarische Geschäftsführerin. An dritter Stelle steht Markus Ferber (39), der der CSU-Europagruppe seit fünf Jahren vorsteht.

Hinter dem Spitzentrio folgt ein junges Gesicht: Die 27-jährige Anja Weisgerber ist die Vertreterin des Bezirksverbandes Unterfranken. Auf dem fünften Rang tritt der Oberpfälzer Bundestagsabgeordnete Albert Deß an, der sich in Berlin als Landwirtschaftsexperte einen Namen gemacht hat. Platz 6 wurde mit dem Münchner Europaabgeordneten Bernd Posselt besetzt, der sich als Vorsitzender der sudetendeutschen Landsmannschaft insbesondere in der Vertriebenenpolitik engagiert.