Saale-Zeitung, 14. April 2009
Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft für ökonomie-orientierte Zuwanderungsstrategie
WÜRZBURG. Nach einer Studie der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. (vbw) werden im Jahr 2030 in Bayern bis zu 1,5 Millionen Arbeitskräfte fehlen. Deshalb plädierte der stellvertretende vbw-Hauptgeschäftsführer Hubertus Räde für die Entwicklungsstrategie, die den Erfordernissen des hiesigen Arbeitsmarktes gerecht wird.
Räde diskutiere das Thema kürzlich im Rahmen der Europa-Veranstaltungsreihe der vbw vor rund 100 Gästen mit Dr. Anja Weisgerber, MdEP (CSU) und der bayerischen FDP-Spitzenkandidatin für die Europawahl, Nadja Hirsch (stellv. Fraktionsvorsitzende der FDP-Stadtratsfraktion München).
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Räde sprach sich für mehr Flexibilität auf dem EU-Arbeitsmarkt aus. Im Sinne einer von der EU-Kommission 2007 verabschiedeten „Flexicurtiy“ müsse es weniger Regulierung bei hinreichendem Sozialschutz geben. (…)
Die Europa-Abgeordnete Anja Weisgerber stellte das Arbeitnehmerfreizügigkeitsrecht als das „wohl wichtigste Recht“ heraus, das Einzelpersonen aus den Gemeinschaftsvorschriften herleiten können. Diese Freizügigkeit sei ein elementarer Bestandteil der Unionsbürgerschaft.
Bayern werde davon profitieren, weil man damit dem Fachkräftemangel begegnen könne.
Offen sei allerdings immer noch die Frage, wer den europäischen Arbeitsmarkt regeln wird, die EU oder die Mitgliedstaaten. Hier ergebe sich ein weites Feld der Betätigung. Als Beispiel nannte Weisgerber den Streit um die Arbeitszeitrichtlinie.
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