Schweinfurter Anzeiger, 6. Mai 2009
Anja Weisgerber sprach auf Einladung der Frauen-Union im Schwebheimer Bürgerhaus
Schweinfurt. Die Frauen Union Schweinfurt-Land lud zu einer Europaveranstaltung ins Schwebheimer Bürgerhaus. Die Besucher der Veranstaltung hatten dabei Gelegenheit, mit der Europaabgeordneten Dr. Anja Weisgerber über das Für und Wider der Europäischen Union zu diskutieren.
Die Kreisvorsitzende Martina Zachmann begrüßte ca. 100 interessierte Besucher und verwies auf die Wichtigkeit der Vertretung nationaler Interessen im Europäischen Parlament.
Während der Veranstaltung wurden verschiedene europapolitische Themen behandelt, von der Finanzkrise bis zum Türkeibeitritt. „Nur ein geeintes starkes Europa kann die Interessen der EU-Mitgliedstaaten wirkungsvoll vertreten“, stellte Weisgerber die politische Bedeutung Europas bei der Lösung grenzüberschreitender Probleme heraus. Gerade die Finanzkrise zeige, dass Europa seine Interessen nach mehr Kontrolle, Transparenz und Aufsicht durchsetzen kann, wenn es beim Weltfinanzgipfel am 2. April geschlossen auftrete. „Wir brauchen mehr Europa im Großen und weniger Europa im Kleinen“, so die Europaabgeordnete für Unterfranken. Deutschland sei nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich von der EU unabhängig und profitiere wie kein anderer Mitgliedstaat der Europäischen Union vom europäischen Binnenmarkt. „Über 6ß% unserer Exporte gehen in den europäischen Binnenmarkt und jeder 6. Arbeitsplatz in Deutschland hängt vom Binnenmarkt ab“, so Weisgerber weiter.
Exportnation Deutschland
Die Exportnation Deutschland profitierte sogar von der Ausweitung des Binnenmarktes gen Osteuropa. Zu den Grenzen Europas vertrete die CSU wie keine andere Partei eine klare Position: „Wir sagen „Ja“ zur privilegierten Partnerschaft mit der Türkei, aber nein zu einer Vollmitgliedschaft der Türkei in der Europäischen Union.“
Ein weiteres Thema war die Umwelt-, Klima-, Verbraucherschutzpolitik. Auch hier profitiert Deutschland von der Europäischen Union: die Spielzeugrichtlinie etwa stelle sicher, dass Kinder in Europa mit ungefährlichem Spielzeug spielen, nicht mit giftigem China-Spielzeug. Nationale Umweltstandards müssen weiter europäisiert werden, so dass in Europa ein einheitliches Schutzniveau herrsche. Dadurch verbessern sich auch die Wettbewerbsbedingungen für die deutschen Betriebe.