primaSonntag, 23. November 2011
Schluss mit der gefährlichen Spekulation auf den Wertverlust von Aktien und Staatsanleihen: Das Europäische Parlament hat diesen Monat ein Gesetz angenommen, das europaweit strenge Auflagen für Leerverkäufe und Kreditausfallversicherungen vorschreibt. Mit rein nationalen Vorschriften kann die Gefahr auf den grenzüberschreitend agierenden Finanzmärkten nicht gebändigt werden. Mit der neuen, einheitlichen europäischen Regelung wird die gefährliche Spekulation eingedämmt und wir erhalten dadurch mehr Stabilität auf unseren Finanzmärkten.
Der Fall Griechenland hat gezeigt, dass die Spekulation auf die Zahlungsunfähigkeit eines Landes weiteres Öl ins Feuer gießt und unberechenbare Folgen haben kann. Bei Leerverkäufen von ungedeckten Kreditausfallversicherungen auf Staatsanleihen werden die Auflagen daher am striktesten sein. Um die momentane Krise in den Griff zu bekommen, brauchen wir europaweit einheitliche Regelungen. Die neuen Auflagen für Leerverkäufe sind ein weiterer Meilenstein im Kampf gegen die Finanz- und Eurokrise. Daneben hat die Europäische Union unter anderem bereits eine europäische Finanzmarktaufsicht geschaffen, Vorschriften für die Manager von Risikofonds verabschiedet und Eigenkapitalvorschriften für Banken durchgesetzt.