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Europäische Gesetze zum Fußball - Nein danke!

Eine EU-Richtlinie für den europäischen Fußball? Kaum vorstellbar! Die EU hat sicher Besseres zu regeln - das ist klar. Deshalb lehnt das Europäische Parlament den Wunsch großer europäischer Fußballvereine nach EU-Regeln für den Profisport ab. In den Auseinandersetzungen zwischen diesen großen Clubs, der FIFA und der UEFA um eine Begrenzung von Spielergehältern und eine Beteiligung an den Gewinnen aus großen Turnieren hat sich das Parlament aber als Vermittler angeboten.

Das Anliegen der Fußballvereine, einen Ausgleich dafür zu bekommen, dass sie Spieler für die Nationalmannschaften abstellen, weiter bezahlen und versichern sowie letztlich auch das Risiko von Verletzungen tragen, ist nachvollziehbar. Aber diese Frage sollte - genauso wie die Frage nach einer Begrenzung der Ausgaben für Spielergehälter - nicht durch Gesetze, sondern im Einvernehmen mit allen Beteiligten gelöst werden.

Das Europäische Parlament hat sich in einer Anhörung die Argumente der betroffenen Parteien vortragen lassen und wird mit einem offiziellen Mehrheitsbeschluss demnächst seine Meinung zu dem Themenkomplex "Profifußball" äußern. Der Sport und gerade der Fußball gehören zum kulturellen und gesellschaftlichen Leben in der EU und fördern den europäischen Geist. Deshalb liegt das Fairplay in diesem Bereich uns Europaabgeordneten besonders am Herzen. Aber wir werden uns nicht mit einer Richtlinie in die Kompetenzen der Vereine, der FIFA und der UEFA einmischen. In den vergangenen Jahrzehnten haben diese bewiesen, dass sie ihre Angelegenheiten ohne Gesetze regeln können. Und das soll auch so bleiben.