primaSonntag, 15. Juni 2010
Alle Entscheidungen des Europäischen Parlaments und der Europäischen Kommission wirken sich unmittelbar auch auf Würzburg, Unterfranken und die dort lebenden Menschen aus.
Brüssel (red) - Deshalb haben sich die Europaabgeordnete Dr. Anja Weisgerber und der Landtagsabgeordnete Oliver Jörg in Brüssel zu gemeinsamen Abstimmungsgesprächen in der Umwelt-, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik getroffen. Ziel der CSU-Abgeordneten ist, bei der Europapolitik die Interessen der Region und der Bürgerinnen und Bürger Unterfrankens zu wahren. Dabei sind sich die beiden Abgeordneten einig, dass beispielsweise der Europäische Sozialfond nicht nur für ärmere Mitgliedstaaten ein Förderinstrumentarium bereithalten dürfe. Es müsse dabei bleiben, dass auch in Zukunft viele europäische Fördermittel nach Unterfranken fließen. Würzburg hat z. B. in der Vergangenheit Mittel aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE), dem Leonardo-Da-Vinci-Programm für Lebenslanges Lernen und dem Europäischen Sozialfonds bekommen. Nach Auffassung der beiden Politiker müssten förderfähige Maßnahmen in soziokulturell schwierigen Stadteilen unterfränkischer Städte und in strukturschwachen Regionen Unterfrankens ebenso möglich werden, wie in Regionen Süd- und Osteuropas. Die Europäische Union, so Dr. Anja Weisgerber und Oliver Jörg, dürfe sich nicht zu einem dauerhaften Verschiebebahnhof von Mitteln aus reichen Regionen in schwächere Mitgliedstaaten entwickeln.