Auszug aus: Mainpost Bad Neustadt
Anja Weisgerber über die EU im Gymnasium
(GEO) Die von der Fachschaft Geschichte (OStR Claus Beck) und der Fachschaft Sozialkunde (StR z.A. Stefan Lehmann) vorbereitete EU-Projektwoche am Martin-Pollich-Gymnasium fand mit dem Vortrag von Anja Weisgerber, Abgeordnete des Europäischen Parlaments, ihren Abschluss.
Die Bedeutung der Europäischen Union als Werteunion und als „Zukunft für die Jugend“ stellte die unterfränkische Parlamentarierin der EVP-ED-Fraktion in den Mittelpunkt ihrer Ausführungen. Der über 60 Jahre währende Friede in Europa habe dazu beigetragen, dass die Jugend von heute bessere Ausgangschancen in ihrem Leben hätte.
Einleitend ging die Referentin auf ihre eigene Tätigkeit im Europäischen Parlament ein.
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Der Bürokratieabbau sei dabei eines ihrer Hauptziele. Europa solle für die Bürger verständlicher werden, so die Abgeordnete. Um dem Bürger Europa näher zu bringen bietet Anja Weisgerber Bürgersprechstunden in Schweinfurt, aber auch Rundgänge für ihre Besuchergruppen im Europäischen Parlament in Brüssel an.
Die Funktionsweise und die Kompetenzen des Europäischen Parlaments erläuterte die Referentin unter Einbeziehung der Schülerinnen und Schüler.
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Sie betonte auch hier die Wichtigkeit europäischer Maßnahmen des Parlaments für die Jugend, so etwa den sogenannten Bologna-Prozess, der Festlegungen europäischer Maßstäbe und Abschlüsse im Bereich Bildung vorsehe und den Schülerinnen und Schülern Auslandsaufenthalte erleichtere. Hinzu komme die Einführung des Europasses, einem europaweit anerkannten Bildungsnachweis. „Der Europass öffnet Türen zum Lernen und Arbeiten in Europa“, so Weisgerber.
Auf die Zukunft der Europäischen Union ging die Parlamentarierin im dritten Teil ihrer Ausführungen ein. Dabei kam der sich in einer europäischen Diskussion befindliche Verfassungsvertrag ebenso zur Sprache wie die Osterweiterung der EU 2004.
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Der Aufteilung des Europäischen Parlaments auf die beiden Sitze Brüssel und Straßburg galt eine weitere Frage. Brüssel ist nach Ansicht der Referentin besser geeignet, einziger Sitz des Parlaments zu werden. Der „Wanderzirkus“, so Anja Weisgerber, habe jedoch historische Gründe.
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