Anwältin mit Herz für unsere Heimat
Dafür stehe ich: Zuhören und Kümmern
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Migration begrenzen, Sicherheit stärken
Gesundheit und Pflege für alle sichern
Landwirtschaft stärken, Heimat lieben

Europa im täglichen Leben

Auszüge aus Schweinfurter Tagblatt, 19. August 2008

Anja Weisgerber ist seit vier Jahren Mitglied im Europäischen Parlament

Sie sieht sich als Anwältin der Unterfranken und will Europa auf ihre Heimatregion runterbrechen. „Europa muss durch Abgeordnete ein Gesicht bekommen“, sagt die 32-jährige Europaabgeordnete Anja Weisgerber (CSU).

Seit vier Jahren ist die Schwebheimerin nun Mitglied im Europäischen Parlament, sitzt als einzige Abgeordnete aus Bayern im Umweltausschuss, „wo 80 Prozent aller umweltpolitischen Entscheidungen auf europäischer Ebene getroffen werden“. „Es ist mein Traumberuf. Und man hat durchaus Einfluss auf die Gestaltung neuer Gesetze“, so die Jungpolitikerin bei einem Presse-Weißwurstfrühstück im Schweinfurter Brauhaus am Markt.

Nie aus den Augen verliert sie zwischen Brüssel und Straßburg aber ihre Wurzeln, sagt sie. „Mein Ziel ist es, Europa unseren Bürgern vor Ort nahezubringen“.

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Man müsse den Bürgern immer wieder zeigen, wie sich Europa auf das tägliche Leben auswirkt, zum Beispiel beim Kampf gegen gefährliche Chemikalien, mit dem neuen Hygienepaket der EU oder den Fördergeldern für die LEADER-Regionen, zu denen auch der Landkreis Schweinfurt seit 2007 zählt, so Weisgerber. Im Schweinfurter Bürgerbüro in der Karl-Götz-Straße geben, so die Europaabgeordnete, „kompetente Mitarbeiter gerne Auskunft, auch wenn ich selbst nicht vor Ort bin“. Zudem sitzt Weisgerber im Kreistag, will damit den Bezug zur Heimat intensivieren.

Freiwerdende Fördergelder
Eines ihrer europäischen Projekte, das auch den Landkreis Schweinfurt betrifft, ist die Weinmarktreform, die sie aktiv mitgestaltet habe: „Wir konnten zahlreiche Erfolge wie die Etikettierungsvorschriften, die Qualitätsweinprüfung und natürlich den Schutz unseres Bocksbeutels erreichen“, sagt sie. Der fränkische Weinbau profitiere von den durch die Reform freiwerdenden Fördergeldern: So werden ab 2012 etwa 2,3 Millionen Euro an zusätzlichen Mitteln zur Verfügung stehen, sagt Weisgerber.

Schutz der freien Werkstätten
Ein weiteres Thema, das die Juristin im Umweltausschuss beschäftigt: Die strengeren Abgasnormen für Pkw, Lastkraftwagen und Busse. Wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung sei ein ausreichender Zugang zu Reparaturinformationen und Diagnosesystemen, nicht nur für den Hersteller, sondern auch für die Werkstätten. „Wir haben im Parlament durchgesetzt, dass alle relevanten Informationen und Daten via Internet auch für freie Werkstätten bereitstehen müssen“, so Weisgerber. Davon profitierten insbesondere die kleinen und mittleren Unternehmen im Wartungssektor, und „die Verkehrssicherheit im In- und Ausland wird erhöht“. So hat sich Weisgerber in der Schweinfurter Autowerkstatt Mezger & Co GmbH informiert, Gespräche mit ZF Trading geführt.

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Im nächsten Jahr stehen die Europawahlen an, Weisgerber hofft natürlich, wiedergewählt zu werden: „Die Arbeit gibt mir so viel, ich will etwas bewegen, auch weiterhin.“ CSU-Bezirksgeschäftsführer Gerhard Schmitt lobt die 32-Jährige: „Sie zeigen großen Einsatz, das wird bestimmt belohnt.“

Fragen zum Thema Europa? Europabüro Unterfranken, Karl-Götz-Straße 17 in Schweinfurt. Postadresse: Postfach 64, 97525 Schwebheim. Tel. (0 97 23) 93 43 70.