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Europa bietet jede Menge Chancen

Auszug aus: Mainpost Main-Spessart

Zum politischen Frühschoppen lud die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) in das Bildungshaus Benediktushöhe ein. Anja Weisgerber, Abgeordnete im Europäischen Parlament, beantwortete Fragen zu den Themen Leben und Arbeiten in Europa unter dem Gesichtspunkt der sozialen Gerechtigkeit.

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In den Fragen der KAB'ler ging es um Themen wie Lohndumping oder Einführung eines Mindestlohnes, die Einhaltung der Entsenderichtlinien, um Ängste wegen möglicher Arbeitsplatzverlagerungen gen Osten, sinkende Löhne und Sozialleistungen.

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„Im Export sind wir innerhalb Europas bereits Weltmeister“, sagte Anja Weisgerber. 63 Prozent aller Exporte würden in die EU-Staaten gehen. Deutschland profitiere am meisten vom europäischen Binnenmarkt. Auch die Reisefreude, der Krankenversicherungsschutz, die Aufklärung von organisierter Kriminalität und die Rechtssicherheit der Deutschen seien durch den Wegfall der Binnengrenzen erleichtert worden. Die Erarbeitung eines europäischen Verfassungsvertrages, der unter anderem auch eine Entbürokratisierung mit mehr Rechten für die Bürger vorsehe, sei die nächste Herausforderung für ein geeintes Europa.

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Im Vergleich zu den EU-Nachbarstaaten liege Deutschland bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Hintertreffen. Es sei ihr wichtig, so Weisgerber, dass die Abqualifizierung von Frauen, die sich entweder für die Kindererziehung zu Hause oder für die Berufstätigkeit entscheiden, mit „Heimchen“ oder „Rabenmütter“, aufhöre.

„Nehmen Sie Ihre Politiker vor Ort in die Verantwortung, wenn es um Arbeitnehmerforderungen der christlichen Verbände geht“, sagte die Europaabgeordnete. Der EU-Arbeitsmarkt bringe für die junge Generation neue Chancen. Sie selbst werde sich dafür einsetzen, dass Studienabschlüsse und Bildungsabschlüsse junger Menschen in einem einheitlichen Euro-Pass festgelegt werden müssen.

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