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EU stärkt die europäische Partnerschaft „Maßnahmen zur Krebsbekämpfung“

Schweinfurter Anzeiger, 5. Mai 2010

 Millionen europäische Bürger erkranken jedes Jahr an Krebs. 1,7 Millionen sterben jährlich daran. Damit ist Krebs die zweithäufigste Todesursache in der Europäischen Union. Diese Zahlen sind dramatisch. Durch Vorsorge können aber viele Erkrankungen früh erkannt und behandelt werden. Darum unterstützt der Gesundheitsausschuss des Europäischen Parlaments die Europäische Partnerschaft ‘Maßnahmen zur Krebsbekämpfung. Alle beteiligten Akteure – also Ärzte, Patientenvertreter, Krebsforscher, Ministerien und die Europäische Kommission – sind aufgefordert, zusammen zu arbeiten, um einen möglichst großen Effekt zu erzielen und Krebsprävention zu fördern. Es geht aber nicht nur um Prävention, sondern auch um erfolgreiche Behandlung. Wichtig hierfür ist der Informationsaustausch und die Forschungskoordination unter den einzelnen Mitgliedstaaten. Es macht keinen Sinn, wenn es in jedem Mitgliedstaat die gleichen Forschungsprojekte gibt. Dann forschen wir doppelt, während andere Bereiche vernachlässigt werden. Allein im Jahr 2009 unterstützte die EU Projekte – oftmals grenzüberschreitende Zusammenarbeiten verschiedener Universitäten – mit 100 Mio. Euro. Der Aktionsplan ist Teil einer Gesamtstrategie. So berücksichtigen auch andere europäische Gesetze zu Spielzeug oder Chemikalien die Gefahren von krebserregenden Stoffen. Diese sollen durch ungefährlichere ersetzt werden.