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EU positiv angehen

Pressemitteilung

Aschaffenburg. Wir müssen davon wegkommen, dass das Thema Europa vom Bürger und von den Gewerbetreibenden vielfach mit Desinteresse und Unbehagen begleitet wird. Die EU der 25 bietet nicht nur mehr Gemeinsamkeit, sondern noch viele Chancen. In dieser Bewertung zeigten sich die Industrie- und Handelskammer (IHK) Aschaffenburg und die unterfränkische Abgeordnete des Europäischen Parlaments Dr. Anja Weisgerber bei einem Treffen am heutigen Vormittag einig.
Bei ihrem Antrittsbesuch in der IHK machte Dr. Weisgerber deutlich, dass sie das Regelungsbedürfnis innerhalb der EU kritisch hinterfragen und für mehr Bewegungsspielraum - nicht zuletzt auch der Wirtschaft - eintreten werde. Bei den aktuellen Themen Flora-Fauna-Habitat (FFH)-Richtlinie, EU-Chemikalienpolitik und geplanter Werberichtlinie konnte IHK-Präsident Martin Suffel mit Befriedigung feststellen, dass somit aus Unterfranken Augenmaß und Realitätsbewusstsein ins EU-Parlament eingespeist werden. Gemeinsames großes Anliegen von Wirtschaft und MdEP ist es, der zunehmenden Bürokratie aus Brüssel und Straßburg zu begegnen. Von der IHK-Spitze positiv aufgenommen wurde die Anregung, in einer von Weisgerber und dem bayerischen Europaminister Eberhard Sinner gemeinsam initiierten, in ihrer Art deutschlandweit einmaligen Arbeitsgruppe Europa möglichst frühzeitig Informationen aus dem EU-Bereich aufzugreifen und sich hierzu im Erfahrungsaustausch mit Spitzenvertretern aus Wirtschaft und Gesellschaft zu äußern. Wichtig sei, von dem "fernen Brüssel" hin zu dem Aspekt einer mitgestaltbaren EU-Politik zu gelangen. Hierbei müsse die Leitlinie der Subsidiarität nachdrücklich herausgestellt werden.