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EU: Besser gegen Krebs informieren

Bayernkurier, 19. Juli20008

Brüssel – Zwei Millionen Menschen erkranken in den 27 EU-Mitgliedstaaten jedes Jahr an Krebs, eine Million sterben daran. Deshalb hat die EU bereits krebserregende Weichmacher in Plastikprodukten verboten und ein strenges Zulassungsverfahren für alle krebsgefährlichen chemischen Stoffe eingeführt.

Das Europäische Parlament fordert nun gemeinsame Maßnahmen für Information, Früherkennung und Behandlung. So sollen nationale Krebsinformationsstel­len Erkenntnisse einheitlich aus­werten, um Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Neue Behandlungs- und Diagnosemethoden sollen ausgetauscht werden, damit jeder EU-Bürger Zugang zu bester Versorgung hat. Außerdem sollen Informationskampagnen für die Gefahren dieser Krankheit sensibilisieren. Zudem setzt sich das Europäische Parlament dafür ein, dass Gelder aus dem Europäischen Forschungsförderungsprogramm eingesetzt werden, um Referenznetze für seltene Krebsarten und schwer zu behandelnde Krebsarten zu schaffen, Ressourcen und Fachwissen zu bündeln und Diagnose und Behandlung zu verbessern.

Die Gesundheitspolitik ist und bleibt in der Verantwortung der Mitgliedstaaten. Das Europäische Parlament setzt sich aber dafür ein, dass die EU angesichts der großen Gefahr, die Krebs darstellt, den Menschen in allen Mitgliedstaaten die größtmögliche Unterstützung anbietet.

Anja Weisgerber

Die Autorin ist umweltpolitische Sprecherin der CSU-Europagruppe.