Bayernkurier, 27. Oktober 2007
Bild: Der neue AKU-Vorstand: Josef Heckelsmüller, Doris Meyer, Josef Göppel, Anja Weisgerber, Marcel Huber und Christian Ruck (von links)
Germering – Der CSU-Arbeitskreis Umweltsicherung und Landesentwicklung fordert vom neuen bayerischen Kabinett ein entschlossenes Vorgehen im Klimaschutz. Wie der mit allen Delegiertenstimmen wiedergewählte Landesvorsitzende Josef Göppel unterstrich, müsse das neue Grundsatzprogramm der CSU jetzt durch alle bayerischen Ministerien in konkrete Politik umgesetzt werden.
Wenige Monate vor den Kommunalwahlen stellte der Arbeitskreis seine Landestagung unter das Leitthema „Klimaschutz und Kommunen“. Vor den Vertretern der rund 6000 Mitglieder des AKU aus ganz Bayern erklärte der neu berufene Umweltstaatssekretär Marcel Huber: „Der Klimaschutz ist die größte Herausforderung für unsere Energiepolitik.“
Bei der Energiepolitik will auch der AKU in besonderer Weise ansetzen. Er fordert eine Abkehr von zentralen Großkraftwerken, um die Abwärme besser verwerten zu können. Der Ansbacher Bundestagsabgeordnete Göppel betonte auf der Landesversammlung in Germering: „Die Größe der Kraftwerke muss sich künftig an der auskoppelbaren Wärme orientieren.“ Daneben setzt der AKU auf Energieeinsparung. Die wirtschaftliche Spitzenstellung Bayerns hänge immer mehr von Energiespartechnologien und dem ausgereiften Einsatz erneuerbarer Energiequellen ab, erläutert der Landesvorsitzende. Kommunen könnten beispielsweise den Verkauf gemeindeeigener Bauplätze an die Nutzung erneuerbarer Wärmeenergie binden oder bei der Einsparung beispielhaft vorangehen. Denn das CO2-Einsparpotenzial aus Wohn- und Gewerbebauten wird auf bis zu 30 Prozent geschätzt.
Im Verkehrsbereich will der CSU-AK ein neues Mobilitätskonzept für Bayern, das den Schwerpunkt auf den Ausbau von Schienenwegen legt. Insbesondere die Schienenstrecken nach Ostbayern müssten entscheidend verbessert werden. „Angesichts ständig steigender Kraftstoffpreise braucht das auf das Auto gestützte Verkehrssystem auch im ländlichen Raum eine bezahlbare Alternative“, formuliert der beschlossene Leitantrag. Handlungsspielräume für die Kommunen ergäben sich durch verkehrsvermeidende Bauleitplanung, ein besseres Angebot im ÖPNV oder mehr Rad- und Fußwege.
Die AKU-Landesversammlung bestimmte ferner für die nächsten zwei Jahre den Landesvorstand des Arbeitskreises. Zu den vier Stellvertretern Göppels wurden MdB Christian Ruck, MdEP Anja Weisgerber, Josef Heckelsmüller und Doris Meyer gewählt. Als Schatzmeister fungiert Andreas Reichmann, als Schriftführer Franz Hinterstoißer. Neben ihnen wählten die Delegierten neun Beisitzer in den neuen Vorstand: Staatssekretär Marcel Huber, Herbert Kollmannsberger, Horst Dieter Koller, Stefan Einsiedel, Christian Hirtreiter, MdL Christian Meißner, Joachim Steiner, Franz Bischof und Dietmar Biedermann.