MainPost, 06. September 2012
Die Müllverbrennung kann einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und der Schonung natürlicher Ressourcen leisten. Davon sind die Mitglieder im Verband der europäischen Müllverbrennungsanlagen CEWEP überzeugt. Aus Anlass seines zehnjährigen Bestehens kamen 170 Fachleute aus 17 Nationen zu einem Kongress in Würzburg zusammen.
Moderne Anlagen wie das Müllheizkraftwerk am Würzburger Faulenberg machen mehr als 60 Prozent des im Müll enthaltenen Heizwerts in Form von Strom und Dampf für die Fernwärmenutzung wiederverfügbar, so Ella Spengler, Direktorin der CEWEP. Trotzdem wird in der EU noch immer die Hälfte des entstehenden Hausmülls deponiert, eine unverantwortbare Verschwendung von Energie und Rohstoffen, so die Europaabgeordnete Anja Weisgerber. Allein die daraus rückgewinnbare Menge an Aluminium beziffert sie auf 200 000 Tonnen jährlich.
Rückendeckung erfährt die Müllverbrennung auch seitens der EU-Kommission. Neben der Vermeidung und dem stofflichen Recycling von Abfällen leiste die Verbrennung einen wichtigen Beitrag zum Eintritt in eine Kreislaufwirtschaft, sagt der Generaldirektor für Umwelt der EU-Kommission, Karl Falkenberg. Allerdings seien die wirtschaftlichen Chancen, die der nachhaltige Umgang mit Abfall bietet, von vielen EU-Mitgliedsstaaten noch nicht erkannt worden. „Es ist ein täglicher Kampf, die Regierungen davon zu überzeugen, sich vorwärts zu bewegen“, so Falkenberg.
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