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Einsatz für alzenau

Bayernkurier, 11. Dezember 2009

Seit Anfang des Jahres kämpft die Belegschaft des Alzenauer Standorts der Mahle GmbH um ihre Arbeitsplätze. Im Zuge der Wirtschaftskrise ist der Automobilzulieferer – 50000 Mitarbeiter an 115 Produktionsstandorten, 5 Milliarden Euro Umsatz – in die Flaute geraten. Die Alzenauer Kolben-Fertigung soll geschlossen werden. Im vergangenen Juni hatte die CSU-Europaabgeordnete Anja Weisgerber mit ihrem Aschaffenburger Landtagskollegen Peter Winter das Werk besucht, um Solidarität mit dem Unternehmen und den Arbeitern zu demonstrieren. Weisgerber: „Der Einsatz, mit dem die Werksangehörigen für den Erhalt des Standortes kämpfen, hat mich tief beeindruckt“. Aber nicht nur Alzenau, sondern auch andere europäische Mahle-Standorte sind gefährdet, etwa die deutschen Standorte Gaildorf und Wustermark sowie Persan und Ingersheim in Frankreich, Vilanova in Spanien, Volvera in Italien und Krotoszyn in Polen. Weisgerber hat darum unter den Europaparlamentariern aus den betroffenen Regionen eine länder- und fraktionsübergreifende Aktion angestoßen: „Zusammen mit meinen europäischen Kollegen, die Mahle-Regionen repräsentieren, wollen wir mit einem gemeinsam unterzeichneten Brief unsere Solidarität mit den Angestellten und ihren Familien zum Ausdruck bringen.“ Der Brief der Europaabgeordneten wird an alle Werksleiter der gefährdeten Mahle-Standorte geschickt, so die unterfränkische Europapolitikerin. Den Brief an das Alzenauer Werk überbrachten Weisgerber und Winter persönlich. „Das ist eine hervorragende Aktion unserer Europaabgeordneten, mehr kann die Politik nicht leisten,“ kommentierte Winter. „Jetzt liegt die Verantwortung bei der Werksleitern.“ Tatsächlich gibt es schon neue Pläne: Mahle-Alzenau verfügt über Erfahrungen und Kompetenzen, die beim Bau kleiner Blockheizkraftwerke nützlich sein könnten – ein vielversprechendes Geschäftsfeld im Bereich der innovativen Umwelttechnologien. Weisgerber: „Der Betriebsrat von Mahle hat schon entsprechende Vorschläge und Ideen vorgestellt. Nun muss das Management reagieren.“