primaSonntag, 03. Juli 2011
90 Prozent der Fläche in der EU sind ländliche Gebiete. Die Landwirtschaft mit ihren rund 30 Millionen Beschäftigten ein wichtiger Wirtschaftszweig in der EU. Vielmehr noch: Unsere europäischen Landwirte produzieren nachhaltig gesunde Lebensmittel für rund eine halbe Milliarde Europäer. Um unsere Ernährungssicherheit langfristig zu gewährleisten, unterstützt die EU die Landwirte mit Finanzmitteln. Alleine im letzten Jahr erhielten die knapp 10.000 unterfränkischen Betriebe rund 113 Millionen Euro an Direktzahlungen. Diese Zuwendungen sind jedoch nicht geschenkt. Mit diesen garantierten Zahlungen sorgt die EU dafür, dass sich das Wirtschaften im ländlichen Raum lohnt, die Landwirte hochwertige Lebensmittel produzieren können und unsere Landschaft pflegen. Derzeit stellt das Europäische Parlament erste Weichen für die Zukunft der europäischen Agrarpolitik nach 2013. Bei der anstehenden Neuausrichtung der Agrarpolitik ist es unser Ziel, unsere kleinen heimischen bäuerlichen Familienbetriebe zu erhalten und durch Vereinfachungen, beispielsweise der Cross-Compliance-Vorschriften, für den Wettbewerb zu stärken. Im Sinne der Zuckerrübenbauer und Winzer hat das Europäische Parlament ein besonders wichtiges Signal gesendet: Das Europaparlament fordert, das bewährte System der Pflanzrechte im Weinbau über das Jahr 2015 zu verlängern und die Zuckermarktordnung bis 2020 fortzuführen.