Anwältin mit Herz für unsere Heimat
Dafür stehe ich: Zuhören und Kümmern
Der Motor stottert: Wirtschaft ankurbeln
Migration begrenzen, Sicherheit stärken
Gesundheit und Pflege für alle sichern
Landwirtschaft stärken, Heimat lieben

Eine Vision wird wahr

Main Sonntag, 22. Februar 2009

Grußwort von Dr. Anja Weisgerber, unterfränkische Europaabgeordnete

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leser,

das Jahr 2009 bringt für uns alle neue Herausforderungen und neue Chancen. Meine große Herausforderung im ersten Halbjahr ist die, als Anwältin für Unterfranken wieder in das Europäische Parlament einzuziehen. Meine Vision ist, auch in Zukunft auf die Politik der Europäischen Union im Sinne der Bürgerinnen und Bürger, die ich vertrete, Einfluss zu nehmen.

Warum also will ich wieder für Unterfranken in Europa arbeiten? Die Antwort, liebe Leser, ist die, dass Europa eben viel mehr ist als nur Bürokratie. Die Europäer sind in den letzten Jahrzehnten zusammen gewachsen. Auf einem Kontinent, der lange von Hass und Krieg geprägt war, leben und arbeiten nun Menschen aus verschiedenen Ländern friedlich zusammen. Noch vor wenigen Jahren war dies eine Vision. Diese Vision ist wahr geworden und wir profitieren alle von ihr. Europa ist nicht nur unsere Zukunft, Europa ist bereits unsere Gegenwart.

Konrad Adenauer sagte einst, Europas Geschick sei das Geschick eines jeden europäischen Staates. In Zeiten, in denen Weltmächte wie die USA und große Staaten wie China, Russland und Indien wirtschaftlich immer bedeutender werden und im Weltmarkt auftreten, brauchen wir den Zusammenschluss in Europa! Europa stellt ein Gegengewicht dar, das wird vor allem in Verhandlungen bei der Welthandelsorganisation deutlich, bei denen Länder wie Deutschland, Spanien, Frankreich oder Luxemburg wie Zwergstaaten dastehen würden.
Europa und europäische Vorschriften aber bringen auch viele Vorteile, denken Sie nur einmal an den Euro, an den europäischen Binnenmarkt oder das Schengen-Abkommen. Sie können mittlerweile ohne Grenzkontrollen über die Grenzen zwischen den europäischen Mitgliedsstaaten fahren und auf Ihrer Fahrt mit der gleichen Währung bezahlen.

Apropos: Die Europäische Union hat mit dem Euro die beste Antwort auf die Globalisierung gefunden: In diesen Tagen, in denen wir bereits mitten in der Finanzkrise stecken, hat die gemeinsame europäische Währung ihre erste historische Rechtfertigung erhalten. Die Länder, die sich nicht dem Euro angeschlossen haben, haben derzeit immense Probleme. Das Britische Pfund hat in den letzten Monaten einen enormen Verfall erlitten, so dass für die Engländer, die noch vor einem halben Jahr billig in der Eurozone einkaufen konnten, nun nur noch in Island billig einkaufen können. Die Isländer übrigens, lange Zeit vehemente EU-Gegner, wünschen sich derzeit nach gerade noch abgewandter Staatspleite, nichts sehnlicher als so schnell wie möglich der EU beizutreten, weil sie verstanden haben, dass Europa nur gemeinsam stark sein kann, vor allem in Zeiten der Krise. Meine Vision im Jahr 2009 ist, dass die EU-Staaten zusammen ihren Weg aus der Krise finden.

Nicht nur politisch profitiert Deutschland von der EU, sondern auch wirtschaftlich. Über 60 Prozent der deutschen Exporte gehen in den europäischen Binnenmarkt, jeder sechste Arbeitsplatz in der Bundesrepublik hängt vom europäischen Binnenmarkt ab. Die EU ist Garant für Frieden, Wohlstand, Sicherheit, Stabilität und Werte.

Im Dezember hat Europa das Klimapaket verabschiedet, in dem sich die EU darauf festlegt, bis 2020 20 Prozent der CO2-Ausstöße zu reduzieren. So einen ehrgeizigen Plan haben bisher nur die Europäer entworfen, da wir uns bewusst darüber sind, dass wir in Einklang mit der Wirtschaft, neue Klimaziele stecken müssen. Gerade diese durch die Verabschiedung des Klimapakets entstandenen Herausforderungen bieten auch wieder neue Chancen für deutsche Firmen, die im Bereich der Forschung und Entwicklung innovativer Technologie Vorreiter sind und die so wieder den Binnenmarkt der EU nutzen können.

Ich freue mich, dass die Vision Europa schon so weit fortgeschritten und gereift ist. Was ich mir nun wünsche, ist, dass das europäische Haus von den Europäern noch mehr mit Leben gefüllt wird. Und an dieser Vision können auch Sie, liebe Leserinnen und Leser, mitarbeiten, im Kleinen und Großen.

Ich freue mich auf Ihre Unterstützung!

Ihre Dr. Anja Weisgerber