Auszug aus Mainpost, 21. Mai 2008
Die Wirtschaft läuft Sturm und nennt das Vorhaben „untragbar“, das Handwerk ist alarmiert und spricht von „dramatisch wachsenden Belastungen“. Doch das Europäische Parlament ließ sich am Dienstag nicht beirren und beschloss, nur viereinhalb Monate nach Inkrafttreten der Anti-Diskriminierungs-Richtlinie eine Ausweitung zu fordern.
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Kritikern schwant nichts Gutes. Werde die neue Richtlinie sehr breit angelegt, könne jeder kleine Kiosk verdonnert werden, eine Rampe für Rollstuhlfahrer anzulegen. „Müssen Veranstalter von Bungee-Jumping künftig auch behindertengerechte Sprünge im Programm haben?“, übertreibt ein Parlamentsmitglied. Anja Weisgerber, CSU-Parlamentarierin: „Hier wollen einige erreichen, dass die EU Bereiche abdeckt, für die sie gar keine Zuständigkeit hat.“