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Ein starkes Bayern in Europa

SAZ

Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber in der Endphase des Europawahlkampfes zur Stippvisite in Schweinfurt

Am heutigen Sonntag ist wieder einmal Wahlsonntag: Gewählt werden die Volksvertreter für das Europäische Parlament in Brüssel. Zwar glauben immer noch viele, dass Europa weit weg sei, aber spätestens seit der EU-Ost-Erweiterung am 1. Mai diesen Jahres müsste den meisten ein Licht aufgegangen sein, dass Europa bereits vor der eigenen Haustür beginnt. Denn in zunehmenden Maße fallen die Entscheidungen nicht mehr nur in Berlin und München, sondern vor allem auch in Brüssel.
Um der unterfränkischen CSU-Kandidatin für das Europapalament Dr. Anja Weisgerber, den Rücken zu stärken und nochmals ordentlich für die Union die Werbetrommel zu rühren, war dr bayerische Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber am späten Dienstagnachmittag nach Schweinfurt gekommen.
Doch bis es soweit war, trat Michael Glos (MdB) ans Rednerpult und betonte, dass man in Europa eine starke Partei wie die CSU benötige und mit einer Kandidatin wie Anja Weisgerber man auf dem richtigen Weg sei.
Im Anschluss sprach CSU-Generalsekretär Markus Söder (MdL) über die großen Herausforderungen, die ein vereintes Europa mit sich bringe. Er sehe in der Europawahl eine Testwahl gegen die rot-grüne Bundesregierung. "Das ist eine Art Zwischenzeugnis für die Bundesregierung. Eine möglichst hohe Wahlbeteiligung sei allerdings enorm wichtig, um das Europaparlament zu stärken, betonte der Generalsekretär. Er hoffe auf ein Ergebnis von "50 Prozent plus x".
Gegen 17.25 Uhr traf dann auch CSU-Vorsitzender Dr. Edmund Stoiber umringt von zahlreichen Sicherheitsbeamten und natürlich zu Klängen des Bayerischen Defiliermarsches auf dem Schweinfurter Marktplatz ein. In gewohnter Weise verstand es Stoiber innerhalb kürzester Zeit die Massen vor dem Schweinfurter Rathauses in seinen Bann zu ziehen. Er verwies in seiner Rede auf eine "grenzenlose" Freiheit und ein Europa, bei dem es sich lohne, sich zu engagieren. "Europapolitik ist heute Innenpolitik", so der bayerische Landesvater weiter. Das Europäische Parlament ist im letzten Jahrzehnt zu einem entscheidenden Machtfaktor geworden. Über 80 Prozent aller Entscheidungen in der EU bedürfen seiner Zustimmung. "Diese Entscheidungen will und muss die CSU mitbestimmen – im Interesse Europas, aber natürlich auch im Interesse Bayerns", betonte Edmund Stoiber. "Nur wer CSU wählt, sogt dafür, dass kommunal-, landes- und bundespolitischer Sachverstand in Brüssel einfließt!"
Ferner sei es an der Zeit die Exportchancen in die osteuropäischen Länder zu nutzen und durch flexible Arbeitszeiten die Reformen in Deutschland voranzutreiben. "Ja zu Europa und Nein zur Bundesregierung und der depressiven Stimmung in unserem Land", dazu forderte Stoiber die über 400 Gäste bei der Kundgebung auf dem Schweinfurter Marktplatz auf. Denn nur eine Stimme für die CSU sei eine Stimme für ein starkes Bayern in Europa!