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Ein Ausblick auf die „Schicksalswahl"

Die Kitzinger, 9. Januar 2009

Zum traditionellen Neujahrsempfang hatten CSU Ortsverband und Bürgerblock Geiselwind am Dienstag in den Gasthof Krone eingeladen. Als Ehrengast war die Europaabgeordnete Dr. Anja Weisgerber gekommen, die in einer ausführlichen Ansprache zum Thema „Wir in Europa“ um Wählerstimmen für die bevorstehende Europawahl im Juni warb. Die Ortsvorsitzende und stellvertretende Bürgermeisterin Annemarie Mauer freute sich, neben Dr. Weisgerber auch den Landtagsabgeordneten Dr. Otto Hünnerkopf, Bürgermeister Ernst Nickel und zahlreiche Marktgemeinderäte sowie verschiedene Kreisräte begrüßen zu können. Ein besonderer Gruß galt Ehrenmitglied Fritz Dürr. Ihren Neujahrswünschen schloss sie Ausführungen über verschiedene Punkte der kleinen und großen Politik an. Vom Autobahnausbau über die Haltung der CSU zum Nationalpark Steigerwald bis zur weltweiten Finanzkrise reichte ihr Blick. Trotz aller bevorstehender Herausforderungen riet sie zur Zuversicht und zum Engagement: „Jammern bringt uns nicht weiter. Jeder sollte nach seinen Fähigkeiten zum Gemeinwohl beitragen.“ Wenngleich die aktuelle Situation sich um einiges schlechter darstelle als vor einem Jahr, riet auch Dr. Hünnerkopf zur Zuversicht. Er zeigte sich optimistisch, dass 2009 die anstehenden Probleme bewältigt werden könnten, für die nächsten zwei Jahre seien jedenfalls planbar finanzelle Mittel in der Kommune vorhanden, um vorgesehene Vorhaben zu verwirklichen. Hier nannte er die Sanierung der Wasserversorgung des Marktes Geiselwind, für die Unterstützung von staatlicher Seite angestrebt werde. Auch zeigte er sich zuversichtlich, dass der Ausbau der Autobahn A 3 zeitnah umgesetzt werde. Bezüglich der Frage des Nationalparkes habe er ausgiebig mit dem bayerischen Umweltminister Markus Söder gesprochen mit der einvernehmlichen Meinung, dass es für den Naturpark Steigerwald keine Nutzungseinschränkungen geben solle. Hier erhielt Dr. Hünnerkopf Applaus aus den Reihen der Zuhörer. Natürlich versäumte auch er es nicht, um Stimmen für die bevorstehende Europawahl zu werben: „Wir brauchen eine hohe Wahlbeteiligung, damit Bayern künftig in Brüssel vertreten ist“, sagte er. Ob „am Biertisch, am Arbeitsplatz“ – überall solle für die CSU geworben und die Bürger mobilisiert werden, zur Wahl zu gehen. Von einer „Schicksalswahl“ sprach gar die Europaabgeordnete Dr. Weisgerber. Als Rechtsanwältin aus dem Stimmkreis Schweinfurt möchte sie sich als „Anwältin für Unterfranken“ in Brüssel verstanden wissen und rührte daher kräftig die Werbetrommel für ihre Person und die CSU. Ob es der Schutz des fränkischen Bocksbeutels, die Beibehaltung bestehender Pflanzenschutzmittel, chinesisches Kinderspielzeug oder das klare „Nein“ der CSU zum EU-Beitritt der Türkei war – Themen fand Dr. Weisgerber viele, die sie selbst zur Überzeugung gelangen ließen, dass die CSU am 7. Juni wieder 50 Prozent erreichen werde. Für sich selbst geht sie davon aus, auf einem sicheren Listenplatz unter den ersten sechs Kandidaten zu stehen. Nach der Entscheidung befragt, ob es richtig gewesen sei, dass der Bezirksverband Oberfranken im Dezember die Strauß-Tochter Monika Hohlmeier für das Europaparlament nominiert hatte, antwortete Dr. Weisgerber: „Sie ist eine sehr gute Rednerin und erfahrene Politikerin. Ich glaube, sie hat eine zweite Chance verdient.“
Dennoch sei es richtig gewesen, dass Markus Ferber und nicht Hohlmeier der Spitzenkandidat als Vorsitzender der CSU-Europagruppe sei. Für die musikalische Umrahmung des Abends sorgten die Sängerinnen und Sänger des Singkreises Geiselwind mit ihrer Chorleiterin Michaela Eyselein.