Anwältin mit Herz für unsere Heimat
Dafür stehe ich: Zuhören und Kümmern
Der Motor stottert: Wirtschaft ankurbeln
Migration begrenzen, Sicherheit stärken
Gesundheit und Pflege für alle sichern
Landwirtschaft stärken, Heimat lieben

Dr. jur. Allzweckwaffe

Unimaxx

Anja Weisgerber geht ihren Weg. Nach dem Jura-Studium in Würzburg erlangte sie mit 25 ihren Doktortitel. Mit 27 machte sie ihr Zweites Juristisches Staatsexamen. Mit 28 wurde sie ins Europäische Parlament gewählt.
Schick den Opa nach Europa!“ Das galt noch in den 90ern, wenn die Wahllisten zum Europäischen Parlament aufgestellt wurden. Man schob altgediente Bundestagshinterbänkler nach Brüssel ab, lobte umstrittene Parteifreunde weg. „Vor allem durch die neuen Mitgliedstaaten hat sich hier aber einiges getan. Die schicken viele gut ausgebildete junge Menschen ins Parlament. Ihre besten Leute.“ Gute Idee, denn mittlerweile werden die wichtigsten Entscheidungen, die uns betreffen, in Brüssel getroffen. „Und dafür braucht es Fachleute für alle Politikfelder.“
Die das sagt, ist eine dieser jungen, engagierten Fachleute. In Würzburg und Lausanne studierte sie Europarecht, ihr Französisch und Englisch besserte sie in einer Sprachschule auf. Umweltpolitisch engagiert sie sich seit sieben Jahren, erst in der Jungen Union, dann in der CSU an vorderer Front. „Gerade hier setzt die EU die Standards. Wer hier etwas bewegen möchte, der muss in Brüssel Einfluss nehmen.“
Ein weiteres Plus: ihre juristische Ausbildung. „Im Jura-Studium bekommt man das Handwerkszeug, um sich schnell, tief und fundiert in nahezu alle Sachverhalte einarbeiten zu können. Ich habe an der Uni auch gelernt, Dinge auf den Punkt zu bringen. Und in Rechtsangelegenheiten ist es völlig normal, beide Seiten anzuhören, um sich erst dann ein Bild von der Sache zu machen. Das ganze Leben ist durch Gesetze geregelt. Von daher sollten Parlamentarier als Gesetzgebungsinstanz diese auch lesen und verstehen können.“ Und da liegt es nahe, jemanden nach Brüssel zu schicken, der sich mit diesen Gesetzen auskennt.

Im Gespräch mit der anderen Seite

Dr. Weisgerber pflegt noch heute einen engen Kontakt zu ihrer alten Fakultät an der JuliusMaximilians-Universität und zu Studienkollegen aus dieser Zeit. „Das ist wichtig für meine Arbeit - vor allem der Kontakt zu meinen ehemaligen Kommilitonen, um die im Parlament beschlossenen Gesetze auf ihre Alltagstauglichkeit abprüfen zu können.“ Denn ihre Studienfreunde sind heute Anwälte, Richter und Unternehmensberater. „So lerne ich die Auswirkungen der Gesetzgebung von der anderen Seite kennen.“
Während ihrer Würzburger Studienzeit legte sie auch die Basis für ihren politischen Weg. Anstatt sich beim Ring Christlich Sozialer Studenten e.V. (RCDS) in der Hochschulpolitik zu engagieren, wollte sie sich möglichst schnell in der JU und der CSU direkt durchsetzen. Sie erkannte, dass die Spielwiese Hochschulpolitik sie nicht weiter bringt, und engagierte sich daher in der Mutterpartei. „Entweder ich mache etwas richtig oder gar nicht. Also habe ich mich dafür entschieden, mich in der CSU und dort vor allem für eine moderne, realistische Umweltpolitik einzusetzen.“
Sie setzte auf das richtige Pferd. Während ihre Kommilitonen vom RCDS gegen ihre Mitbewerber von den Jusos bis heute kein hochschulpolitisches Bein auf den Boden bringen, ließ sich Weisgerber gar nicht erst groß vor diesen Karren spannen. „Ich kandidierte mal auf einem der hinteren Plätze für den Studentischen Konvent, aber das war es auch schon.“

Brüssel und der Bologna-Prozess

Ihr Interesse an Hochschulpolitik erwachte erst im Europäischen Parlament. Hier setzt sie sich stark dafür ein, den 1999 begonnenen Bologna-Prozess weiter zu vertiefen. 29 europäische Bildungsminister manifestierten damals ihre Absicht, in allen EU-Ländern ein System leicht verständlicher und vergleichbarer Abschlüsse auf den zwei Stufen Bachelor und Master zu schaffen. Oberstes Ziel ganz im Sinne einer schrankenlosen EU: die Mobilität der Studierenden durch Beseitigen von Mobilitätshemmnissen fördern. „Vor allem die Vergleichbarkeit der Abschlüsse im europäischen Raum ist enorm wichtig. Gerade wenn der Arbeitsmarkt in Deutschland so schwierig ist wie im Moment, müssen wir es den hoch qualifizierten Studierenden erleichtern, auch im Ausland eine Arbeit zu finden. Europas Türen werden mit dem Bologna-Prozess weit geöffnet:
das Lernen voneinander, der buchstäblich grenzenlose Austausch auch verschiedener Wirtschafts-Kulturen — das ist eine riesige Chance für die junge Generation. Und diese Chance sollte sie auch nutzen!“