TV-Touring, 23. Oktober 2009
Um den Konsumenten die Kaufentscheidung zu erleichtern, will das Europäische Parlament bis Ende 2010 über eine Kennzeichnung von Nährwerten und anderen Inhaltsstoffen entscheiden. Auch eine sogenannte Nährwertampel ist im Gespräch, stößt aber nicht überall auf Gegenliebe.
Schon in der ersten Klasse lernt man als Schüler, wo rote Farbe ist, hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen. Auch aus dem Straßenverkehr ist rot nicht mehr wegzudenken. Und weil das so ist, will man nun auch im Lebensmittelhandel Farben einführen, mit der sogenannten Nährwertampel. So kann der Kunde zuordnen, dass grün für gesund steht. Rot hingegen heißt dann Vorsicht, der Verzehr dieses Produkts kann gesundheitsschädlich sein.
Doch eine solche vereinfachte Kennzeichnung kann auch ihre Tücken haben, darauf wies CSU-Europaabgeordnete Anja Weisgerber bei einem Besuch des Trabold Frischmarktes in Würzburg hin. So würde nach diesem System Cola Light einen grünen Punkt erhalten, während der hohe Fettgehalt der Milch einen roten Punkt bescheren würde.
Die Europaabgeordnete selbst favorisiert das Model, das schon jetzt einige Hersteller praktizieren. Beim 1 + 4-System werden auf der Verpackung Angabe zu Kalorien, Zucker und Salzgehalt, sowie gesättigten und ungesättigten Fettsäure gemacht. Das biete viel mehr Informationen als das einfache Ampelsystem, so Weisgerber.