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Die Post kommt auch künftig überall hin

Auszug aus: Mainpost

Der Verbraucher kann beruhigt sein: Auch in Zukunft wird er mindestens fünf Mal in der Woche seine Post nach Hause geliefert bekommen oder abholen können. Ob im entlegenen Bergdorf oder auf der schwer erreichbaren Insel: Briefe dürfen nach der Reform nicht liegen bleiben.

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In dieser Woche hat das Europäische Parlament den Weg dafür frei gemacht. Markus Ferber, Post-Experte der christlichen-konservativen EVP-Fraktion: „Über 200 Jahre gab es Monopole, doch die können die heutigen Probleme nicht lösen.“ Seine unterfränkische Fraktionskollegin Anja Weisgerber (CSU) ergänzt: „Das Angebot der Postdienstleister hat sich sehr erweitert. Unser klarer Zeitplan für die EU-Reform ist ein großer Erfolg“. Doch was bedeutet die Marktöffnung für den Kunden?

In Deutschland wird der bis heute reservierte Bereich bei Briefen bis 50 Gramm für private Unternehmen voraussichtlich 2008 geöffnet. Dann dürfen neben der gelben Post auch die privaten Zustelldienste „loslegen“. Seit 1999 wurden hier 46 000 neue Jobs geschaffen, während die Post AG im gleichen Zeitraum 29 000 Arbeitsplätze abgebaut hat. Alle Studien belegen: Der Trend geht weiter. Wachstumsraten bei den Jobs von elf Prozent werden hier vorhergesagt.

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Experten rechnen damit, dass die Geburtstagskarte nicht teurer, in Einzelfällen eher billiger wird.

Und: Der Service wird besser, wie der bereits geöffnete Markt für Pakete und Päckchen zeigt. Man kann mit seinem Dienstleister feste Uhrzeiten für die Zustellung vereinbaren oder auch am Abend noch ein Päckchen im Geschäft aufgeben. Die Reform werde zu neuen, kundenfreundlicheren Angeboten führen, ist sich Post-Experte Ferber sicher.

Beispiele: Wenn ein Brief nicht unbedingt am nächsten Tag den Empfänger erreichen muss, kann es günstigere Tarife geben. Soll eine Sendung aber an einem bestimmten Datum zu einer konkreten Uhrzeit ankommen, wären Spezialtarife möglich.

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Ferber: „Es wird viel Service geben, den wir uns heute noch nicht vorstellen können, aber schon lange gewünscht haben.“

von unserem Korrespondenten Detlef Drewes


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