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Die Liste fest im Visier

Bayernkurier

FU-Landesversammlung

Die Frauen-Union positioniert sich für die Europawahl. Auf ihrer Landesversammlung in München nominierten die Delegierten ihre Kandidatinnen für die Aufstellung der CSU-Liste.

Die Europaabgeordnete Angelika Niebler ist unumstrittene Spitzenkandidatin der Frauen-Union: Am Wochenende wurde die 40-jährige Oberbayerin mit 95 Prozent der Stimmen an erster Stelle nominiert. Verbunden mit diesem Votum ist die FU-Forderung, die Parlamentarische Geschäftsführerin müsse auf Platz 2 der CSU-Liste gesetzt werden.

„Seit der ersten Europawahl 1979 wurde die zweite Position immer von einer Frau eingenommen", so die FU-Landesvorsitzende Maria Eichhorn, „das nun nicht so zu machen, wäre ein Rückschritt." Auf der Landesversammlung erinnerte Eichhorn daran, dass die Frauen-Union 1996 einen Grundsatzbeschluss gefasst habe, wonach auf den CSU-Listen eine Frau auf Platz 1 oder Platz 2 gesetzt werden soll.

Zweite Kandidatin der Frauen-Union ist die Europaabgeordnete Gabriele Stauner. Die Oberbayerin ist wie Niebler seit 1999 in Brüssel. Weitere FU-Berwerberin für einen vorderen Platz auf der CSU-Liste ist die 42-jährige Sabine Loritz aus Mittelfranken. Für beide fordert FU-Chefin Maria Eichhorn einstellige Listenplätze ein. 1999 habe die Frauen-Union die Plätze 2,3, 4 und 10 besetzt. „vor diesem Hintergrund erwarten wir, dass wieder vier Frauen unter die ersten Zehn kommen."

Für die weniger aussichtsreichen Ränge werden Brigitte Meyerdierks, Gabriele Gebessler, Claudia Morawietz, Barbara Haimerl, Friederike Werobel und Claudia Haselmeier ins Rennen geschickt. Ohne die Zustimmung der Delegierten, aber mit der Unterstützung der FU-Landesvorstands ist Anja Weisgerber. Die 27-jährige wurde vom CSU-Bezirksverband Unterfranken als regionale Spitzenkandidatin nominiert.

Mit Blick auf die Reformen in Deutschland befürwortete Eichhorn die Einführung eines einheitlichen Grundfreibetrags von 8000 Euro pro Person, forderte darüber hinaus ein Familiengeld für sozial Schwache. Am Beispiel Frankreichs, wo die Geburtenrate um 0,6 höher liegt als in Deutschland, zeige sich, dass sich eine gute Familienpolitik bemerkbar mache.

Thomas Breitenfellner