Auszüge aus Main Post, 16. September 2010
Über die Arbeit der EU informierten sich die Mitglieder des CSU-Ortsverbands Heustreu. Im Rahmen ihres alljährlichen Herbstausfluges machten sie sich auf den Weg nach Brüssel. Erwartungsfroh war eine muntere Schar zu der Vier-Tages-Tour in das Nachbarland gestartet.
Über Fulda ging es in Richtung Frankfurt-Köln-Aachen-Liege in flotter Fahrt nach Gent. Gent - die Stadt mit Herz. Bei der Stadtführung durch die Hauptstadt der Grafschaft Flandern hinterließen die alten Zunfthäuser, die Burg Gravensteen und das mittelalterliche Hafengebiet einen besonders nachhaltigen Eindruck auf die Ausflügler aus dem Streutal. Reiseführer Arnold Andersen war „lebende Stadtgeschichte“.
Was erwartet uns in Brüssel, war eine spannende Frage. Sie ist vor einer Woche der wissbegierigen Schar von Heustreuern beantwortet worden.
Bei einer dreistündigen Stadtrundfahrt ließen sie bei der Besichtigung der wichtigsten Sehenswürdigkeiten, zum Beispiel Manneken Pis, Atomium, Rathaus und das königliche Museum vielfältige Eindrücke auf sich wirken. Stadtführerin Antje Verholen plauderte außerdem zur Freude der Reiseteilnehmer sehr angeregt über die schwierige Regierungsbildung in Belgien mit seinen vier Sprachen.
Die Europaabgeordnete Doktor Anja Weisgerber war eine hervorragende Gastgeberin im Europaparlament. Die Schwebheimerin nahm sich sehr viel Zeit, um den wissbegierigen Ausflüglern Auskunft über die Bedeutung der europäischen Union zu geben. Das europäische Parlament zählt 736 Abgeordnete. Doktor Anja Weisgerber fächerte die vielfältige Anforderungen auf, die von den 27 Mitgliedsländern an die Gemeinschaft gestellt werden. Die agile Europaabgeordnete geriet ins Schwärmen, als sie über ihre abwechslungsreiche politische Alltagsarbeit informierte. Nach einer lebhaften Diskussion machte ein Rundgang durch das Parlamentsgebäude mit der Besichtigung des Plenarsaales deutlich, „wo vor Ort die Entscheidungen für Europa getroffen werden“.
Ein Katzensprung vom Europaparlament liegt die Vertretung des Freistaates Bayern bei der Europäischen Union. Dort begrüßte Regierungsdirektor Jürgen Praub die Reiseteilnehmer. Der Experte sagte, dass es sehr wichtig ist, dass der Freistaat Bayern direkt am Ort des Geschehens mit einer eigenen Vertretung anwesend ist. Die Gäste lauschten aufmerksam seinen Ausführungen und staunten, wie facettenreich die Tätigkeit ist. Beim anschließenden Bummel durch Brüssel hinterließen das pulsierende Leben und die kunstvollen Fachwerkhäuser einen nachhaltigen Eindruck.
Beim Besuch in Brügge entpuppte sich sehr zur Freude der Reisegesellschaft Ann-Katrin Runos als „Wandelndes Stadtlexikon“. Das romantische Städtchen faszinierte. Hier scheint die Zeit im Mittelalter stehen geblieben zu sein. Der Großteil ist Fußgängerzone - Fahrräder und Pferdekutschen beherrschen das Stadtbild. Alte Backsteinhäuser, enge Straßen und Gassen prägen das „ruhige Ensemble“.
In bleibender Erinnerung wird nach der Überzeugung der Reiseleiter Horst Messner und Horst Krüger auch die Fahrt entlang der Nordsee nach Ostende „zur Königin der Badeorte Belgiens“ mit dem Spaziergang über die Strandpromenade bleiben.
Schmackhaft, so das übereinstimmende Urteil der Fahrtteilnehmer, war der Besuch in der Chocolaterie Duval. Hier werden die Pralinen noch traditionell von Hand hergestellt. Erstaunte Gesichter beim Beobachten der Produktionsmethoden und zufriedene Mienen beim Probieren der süßen Köstlichkeiten.
Die berühmte Universitätsstadt Löwen hat 100 000 Einwohner. Drei Universitäten mit mehr als 34 000 Studenten und das berühmte Rathaus mit der einmaligen Außenfassade prägen das Stadtbild.
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