Auszug aus: Mainpost
Im europäischen Fußball herrscht ungleicher Wettbewerb: Die deutschen Top-Klubs geraten deshalb ins Hintertreffen
Die deutschen Fußball-Klubs werden im europäischen Wettbewerb massiv benachteiligt. Dies zumindest ist das Fazit eines ungewöhnlichen Berichtes, den der zuständige Ausschuss des Europäischen Parlamentes am Montagabend verabschiedet hat.
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Kein Wunder also, dass die Spanier auf dem Markt der Spitzenspieler ganz anders einkaufen können.
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Brüssels Zuständigkeit für den Profifußballsport resultiert aus der ökonomischen Rolle der Klubs, die quasi Unternehmen sind. Rund vier Prozent des Bruttoinlandsprodukts der EU, so der beschlossene Bericht, werden von Kickern erwirtschaftet. Gleiche Wettbewerbs-Bedingungen seien deshalb – ebenso wie der Ausverkauf der Vereine an nicht seriöse Sponsoren – durchaus ein Thema, für das die EU zuständig sei. „Wir wollen gleiche Wettbewerbs-Bedingungen zwischen den Klubs“, sagt die Fachfrau der christlich-konservativen Fraktion im Europa-Parlament, Anja Weisgerber, die vor ihrer politischen Laufbahn als Tennissportlerin erfolgreich war: „Unterschiedliche Vermarktungsrechte behindern einen fairen Wettbewerb.“
Ihre sozialdemokratische Kollegin Lissy Gröner ergänzt: „Transparenz ist nötig, um Wettskandale, Geldwäsche, Doping und Spielmanipulationen zu beenden.“
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FC-Bayern-Chef Rummenigge dringt auch auf „Rechtssicherheit und Klarheit“ für die Klubs.
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Angefangen hatte alles damit, dass der belgische Erstligist Charleroi den marokkanischen Spitzenspieler Oulmers an die Nationalmannschaft in dessen Heimat auslieh. Oulmers wurde bei dem Spiel verletzt. Darauf verklagte Charleroi den Weltverband (FIFA) auf einen Schadenersatz von 1,25 Millionen Euro. Die FIFA habe das Spiel veranstaltet und daraus Einnahmen erwirtschaftet, wolle aber das Verletzungsrisiko auf den Klub abwälzen.
Der Fall liegt beim Europäischen Gerichthof (EuGH) in Luxemburg und wird demnächst entschieden.
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