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Die CSU soll ihr "Atom-Image" ablegen

Die Kitzinger

JU-Nachwuchspolitiker für engere Verzahnung von Ökonomie und Ökologie
München (dpa/lby). Die Junge Union will weg von einem Atom-Image der CSU. Die Partei brauche eine inhaltliche Neupositionierung in der Energiepolitik, sagten der JU-Landesvorsitzende Manfred Weber und die Energieexpertin Anja Weisgerber der dpa. Nach Ansicht der Nachwuchsorganisation wird die CSU bundesweit zu stark als Pro-Atom-Partei gesehen. An diesem Wochenende tagt der CSU-Arbeitskreis Umwelt in Nürnberg, bei dem die JU-Vertreter ihre Forderungen vorbringen wollen. Weber und Weisgerber sitzen beide als neu gewählte Abgeordnete im Europaparlament. "Wir wollen die Abgrenzung von den Grünen, aber wir dürfen nicht bei der Abgrenzung stehen bleiben", forderte Weber. "Es ist schade, wenn die CSU nur als Atomlobby wahrgenommen wird." Gleichzeitig müsse die CSU mehr für Energieeinsparung tun. "Wir müssen die Menschen zum Energiesparen bringen, und das können wir auch über den Preis erreichen", sagte Weber. Deswegen solle die CSU in ihr nächstes Wahlprogramm die Forderung nach einer europäischen Energiesteuer aufnehmen. Bei der Atomenergie solle die CSU sich für einen europäischen Sicherheitsstandard einsetzen, sagte Weber. "Die EU regelt so viel. Aber gerade in einem so sicherheitsrelevanten Bereich wie der Atomenergie haben wir das bisher nicht geschafft." Weisgerber fordert eine stärkere Förderung der alternativen Energien in Bayern. "Unser Ziel für Bayern sollte sein, den Anteil erneuerbarer Energien bis 2025 auf 25 Prozent auszubauen." Bis 2050 hält Weisgerber sogar einen Anteil der erneuerbaren Energien von 50 Prozent für machbar.