Auszüge von mainpost.de, 25. Februar 2009
Europa- und Bundestagswahl im Zeichen von Landtagswahldebakel und Finanzkrise
Eberhard Nuß, Landrat und Chef der CSU im Landkreis, sitzt am Morgen des Aschermittwoch im Kürnacher Wirtshaus „Zum Schwan“, schaut aufmunternd in die Runde und sagt: „Fröhlich soll die Arbeit weitergehen, nach dem schweren Fasching.“ Regionale CSU-Größen sitzen mit ihm, aber fröhlich wollen sie nicht werden. Die Zeiten sind hart.
Zweimal werden die Bayern in diesem Jahr zur Wahl gerufen, und der CSU ist nicht wohl dabei. Der Partei steckt das Debakel von der Landtagswahl noch in den Knochen.
Am 7. Juni droht ihr der Rauswurf aus dem Europaparlament, sollte sie die Fünf-Prozent-Hürde nicht schaffen. Und am 27. September wählt Deutschland den Bundestag, auch da muss die CSU Verluste fürchten.
So sitzen mit Nuß zwei Abgeordnete am Tisch, die um ihr Mandat kämpfen: Anja Weisgerber, Mitglied des Europäischen Parlaments (MdEP) aus Schweinfurt, und Paul Lehrieder, Mitglied des Bundestags (MdB) aus Gaukönigshofen.
Weisgerber ficht für die EU. Gerade während der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise sei zu sehen, „dass nur ein geeintes, starkes Europa die Interessen der Mitgliedstaaten vertreten kann“.
Die Selbstregulierung der Märkte habe versagt, grenzüberschreitende Probleme bedürften internationaler Lösungen. „Wir brauchen die EU, um europaweit einheitliche Spielregeln für den Finanzmarkt aufzustellen.“
(…)
Am Freitag, 27. Februar, trifft sich die CSU um 19.30 Uhr in der Kürnacher Mehrzweckhalle zum Starkbieranstich. Es spricht der neue Bundeswirtschaftsminister, Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg.
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