Die Kitzinger
Anja Weisgerber soll ins EU-Parlament – Meyerdierks knapp unterlegen
Werneck (khp). Die Rechtsanwältin Anja Weisgerber aus Schwebheim (Lkr. Schweinfurt) soll als Nachfolgerin von Ursula Schleicher für die CSU ins Europäische Parlament einziehen. Bei der Delegierten-Versammlung des CSU-Bezirks setzte sich Weisgerber denkbar knapp gegen Brigitte Meyerdierks (Bad Brückenau) durch.
Michael Glos verlas das Ergebnis der schriftlichen Abstimmung: 15 Stimmen für Weisgerber, 14 für Meyerdierks. Die unterfränkische Bewerberin, so Michael Glos, besitzt gute Chancen unter den „Top 5“ gesetzt zu werden.
Die genaue Reihung bestimmt die landesweite Delegierten-Konferenz. Unter den 300 Vertretern sind 32 Unterfranken vertreten. Auf den ersten fünf Plätze sollen zwei Frauen stehen, zitierte Glos Parteichef Edmund Stoiber.
Prognose ist schwer
Angesichts der bisher bekannten Kandidaten-Kür in den anderen Regierungsbezirken hofft Michael Glos, dass die junge Schwebheimerin weit vorne landet. Wegen der vielen Unwägbarkeiten der Europawahl- Michael Glos sprach unter anderem die Frage der Wahlbeteiligung an – falle es aber schwer, eine profunde Prognose zu stellen.
Bei der letzten Wahl zum Brüsseler Parlament habe die CSU ein so famoses Ergebnis erzielt, berichtete Glos. Es sei schwer genug dieses Resultat zu wiederholen.
In den vergangenen 25 Jahren vertrat Ursula Schleicher die Union in Brüssel. Für ihre Nachfolge wurden Dr. Anja Weisgerber, Gemeinderätin in Schwebheim, und Brigitte Meyerdierks, die zweite Bürgermeisterin von Bad Brückenau, vorgeschlagen. Die Kandidatur Weisgerbersd wurde von der Jungenf Union unterstützt, der Vorschlag Meyerdierks war von der Frauen-Union unterbreitet worden. Beide Frauen, so Miachel Glos, besitzen die notwendigen Fähigkeiten, um die unterfränkische CSU in Brüssel würdig zu vertreten. Die Wahl zum Europaparlament findet im Juni statt und wird bundesweit zeitgleich für andere Urnengänge gentzt.