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CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer in der Gemeinde

Auszüge aus Mainpost, 3. Juni 2009

24 Jahre alt war der CSU-Mann Peter Ramsauer, als ihn die Traunreuter in den Stadtrat wählten. Der damalige Bürgermeister, es war 1978, schaffte dem Neuling Arbeit an: Ramsauer sollte das desperate Jugendzentrum fit machen.



Heute ist er 55 Jahre alt, Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag, und immer noch stolz, weil er den Auftrag binnen zwei Jahren erledigt hat.

So erzählte er jetzt bei einem Besuch in Rimpar, mit Blick auf das dortige, malade, Juz. Rimpars Bürgermeister Burkart Losert, lauschte, und mit ihm die Ex-Gemeinderätin Ulrike Haase, und beide schauten wehmütig drein, weil sie solche Malaisen mit ihrem Jugendzentrum haben, aber keinen, der sie lösen könnte.

In diesen Tagen, kurz vor der Wahl, schaute Ramsauer in der Region vorbei.

In Gaukönigshofen, wo er mit Landwirten diskutierte, in Rimpar und auch in Würzburg, zum „Wirtschaftsgespräch“ seiner Partei.

In Rimpar besichtigte er den Schlossmühl-Kindergarten, den die Gemeinde, gefördert mit rund 170 000 Euro aus dem Konjunkturpaket II, energetisch sanieren wird.

Im Rathaus, untergebracht im Rimparer Schloss, sollte wieder diskutiert werden, zum Thema „Was kann der Bund für die Kommunen tun?“.

Landrat Eberhard Nuß war da, die Zeller Bürgermeisterin Anita Feuerbach und ihr Reichenberger Kollege Karl Hügelschäffer, die Europaabgeordnete Anja Weisgerber kam und der Landtagsabgeordnete Manfred Ländner auch – alle Parteifreunde Ramsauers.

Nuß und Losert wollen die Westumgehung nicht, die beiden argumentierten detailreich. Ramsauer saß im Wortgewitter, schaute freundlich und verwies auf seinen Kollegen im Bundestag, Paul Lehrieder; der kenne die Details, an ihn sollten sich die Gegner der Westumfahrung wenden.

Dass der Gaukönigshofener Lehrieder, der Ramsauer begleitete, für die Westumfahrung ist, erregte niemanden. Wohl, weil er nicht ausschloss, sich dereinst vielleicht anders zu besinnen.

Dass Lkw-Fahrer durch Städte und Dörfer donnern, um Maut zu sparen, wurde beklagt, und Ramsauer stimmte ein, auch in seiner Heimatgemeinde gebe es „brutalsten Mautausweichverkehr“.

In diesen regionalen Dingen sei er aber ohne Detailkenntnis ein schlechter Ratgeber. Die Leute mögen sich doch bitte an Lehrieder wenden.

Als Ramsauer in seine Limousine stieg, hatte er wenig versprochen und Lehrieder reichlich Arbeit verschafft. So geht Wahlkampf unter Freunden.