MainPost, 16. November 2011
Um wegfallende Arbeitsplätze zu kompensieren, plädiert die Kreis-CSU für den baldigen Rückbau des Kernkraftwerks Grafenrheinfeld (KKG), wenn nach dem geplanten Abschalten 2015 die etwa dreijährige Nachbetriebsphase zu Ende ist. Damit ist sich die CSU mit der KKG-Leitung und dem Betriebsrat einig, wie es in einer Mitteilung der Partei heißt. Bereits Ministerpräsident Horst Seehofer hat bei seinem Besuch im Landkreis vor drei Wochen diese Variante favorisiert (wir berichteten).
Damit könnten etwa 120 bis 150 der heute 350 KKG-Mitarbeiter zehn Jahre lang beschäftigt werden, sagte Betriebsratsvorsitzender Armin Schreiber. Er nahm zusammen mit KKG-Leiter Reinhold Scheuring an der ersten Vorstandssitzung unter Leitung der neuen CSU-Kreisvorsitzenden Anja Weisgerber teil. Der Mitteilung zufolge erteilte Schreiber dem Gegenmodell eine Absage: Beim so genannten „sicheren Einschluss“ würde die Anlage erst nach rund 20 Jahren abgebaut werden. Kreisvorsitzende Weisgerber sieht den direkten Rückbau aus Gründen der Sicherheit und der Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern im Vorteil. Insofern erwarte sie von der Konzernspitze des Betreibers E.ON ein „positives Signal“ für das Personal.
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In der Vorstandssitzung kündigte Kreisvorsitzende Weisgerber an, dass die Bildungspolitik in den kommenden zwei Jahren ein Schwerpunktthema der CSU werden soll. Beim Neujahrsempfang der Kreis-CSU werde dazu Kultusminister Ludwig Spaenle erwartet.
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