Auszug aus Mainpost, 12. Juli 2010
Mehr Ämter und Mandate
Der unterfränkische CSU-Bezirkschef und ehemalige Bundeswirtschaftsminister Michael Glos setzt sich für mehr Frauen in der CSU ein. Er unterstützte bei der Landesversammlung der Frauenunion (FU) am Samstag in Schweinfurt deren Forderungen nach einer Quote: „Ich stehe voll hinter den Forderungen der Frauenunion.“
Nach Ansicht von Glos würde in den Bundestag mit mehr Frauen auch mehr Qualität Einzug halten. Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner sprach sich ebenfalls für mehr Politikerinnen in der CSU aus: „Wenn mehr Frauen zusammenstehen, ist die Dynamik größer. Wenn es also nicht anders geht, dann müssen wir die Quote einführen.“
Dies unterstrich auch die FU-Landesvorsitzende Angelika Niebler, die sich gegen den Vorschlag der Jungen Union wandte, in allen Parteiebenen 25 Prozent mehr Frauen als bisher einzusetzen. „Für den Landesvorstand der kommunalpolitischen Vereinigung wären das 25 Prozent von Null. In Verbänden mit aktuell zehn Prozent Frauen wären das dann insgesamt 12,5 Prozent“, argumentierte sie. Darum hielt die Europaabgeordnete an der Forderung der Frauenunion nach 40 Prozent in den Parteiämtern und bei Mandatsträgern fest.
„Ohne die Frauen ist kein Staat zu machen“, sagte die Bezirksvorsitzende der Frauen-Union Unterfranken, Anja Weisgerber. Die Zukunftsfähigkeit der CSU hänge davon ab, den Anteil von Frauen in Ämtern und Mandaten zu erhöhen.
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