schweinfurterAnzeiger, 14. Dezember 2015
Es war der CSU-Wahlkreisabgeordneten Anja Weisgerber wichtig, alle relevanten Medien noch vor ihrer Rückkehr nach Schwebheim zu informieren. Beim Umstieg am Kölner Hauptbahnhof griff sie zum Smartphone und rief an. „Ein historischer Durchbruch ist geschafft!“ verkündete sie freudig und sie machte keinen Hehl aus ihrem Stolz bei den Verhandlungen in Paris mit dabei gewesen zu sein.
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„Die Staaten der Welt haben den Ernst der Lage erkannt und sich nach vielen gescheiterten Versuchen in den letzten Jahren auf ein ehrgeiziges gemeinsames Klimaabkommen als Nachfolger für das Kyoto-Protokoll verständigt“, gab Anja Weisgerber weiter zu Protokoll.
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„Doch Weltgemeinschaft hat gehandelt. Egal wie unterschiedlich die Staaten sind – ob reich oder arm, klein oder groß – alle Staaten haben trotz schwieriger Verhandlungen an einem Strang gezogen und sich zu einer Eindämmung der Erderwärmung bekannt“, so die Obfrau der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag für Umwelt und Bau.
Im Klimaabkommen wurde das Langfristziel festgeschrieben, die Erhöhung der weltweiten Durchschnittstemperatur unter 2 Grad Celsius zu halten, da ansonsten die Folgen für das Klimasystem unumkehrbar wären. Daneben enthält das Abkommen auf Druck der ambitionierten Staaten, darunter auch Deutschland und Europa, eine starke Formulierung zu einer Obergrenze von sogar 1,5 Grad Celsius. Knapp 200 Staaten, die für weit über 95 Prozent aller Treibhausgasemissionen verantwortlich sind, haben in den letzten Wochen und Monaten ihre nationalen Verpflichtungen zur Reduktion von Treibhausgasen vorgelegt.
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„Dass sich so viele Staaten selbst eigene Ziele gegeben haben und deren Einhaltung in Zukunft auch überprüft wird, ist ein bahnbrechender Paradigmenwechsel bei dieser Klimakonferenz“, so Weigerber. Das Abkommen zeigt den Weg auf, wie das Langfristziel erreicht werden kann.
Entscheidendes Instrument dafür ist ein dynamischer Überprüfungsmechanismus. Dieser soll sicherstellen, dass die Vertragsstaaten ihre nationalen Verpflichtungen erfüllen. Zudem wird alle fünf Jahre überprüft, wie weit die Staatengemeinschaft über der 2-Grad-Obergrenze liegt.
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„Das Abkommen ist ein Meilenstein in der Klimapolitik, weil sich erstmals nicht nur einige wenige, sondern fast 200 Staaten der Welt wechselseitig zum Klimaschutz verpflichtet haben und sie regelmäßig Rechenschaft darüber ablegen müssen, ob sie ihre Klimaschutzverpflichtungen erfüllen. Dies ist die Basis dafür, dass der Klimawandel im Sinne unserer Kinder und Enkel nachhaltig eingedämmt wird“, so Weisgerber abschließend.
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