Anwältin mit Herz für unsere Heimat
Dafür stehe ich: Zuhören und Kümmern
Der Motor stottert: Wirtschaft ankurbeln
Migration begrenzen, Sicherheit stärken
Gesundheit und Pflege für alle sichern
Landwirtschaft stärken, Heimat lieben

Brüssel will billigere Medikamente

Auszüge aus: Schweinfurter Tagblatt, 24. Juni 2010

Preise sollen künftig EU-weit mit den Konzernen ausgehandelt werden

Im Kampf gegen die hohen Preise für Arzneimittel bekommt Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler Rückendeckung von der Europäischen Union (EU). „Deutschland ist – zusammen mit Dänemark und Malta – die letzte Insel, wo die Industrie die Preise noch frei festlegen kann“, sagte der CDU-Europa-Abgeordnete und Arzt Peter Liese bei der Präsentation eines EU-weiten Kostenvergleichs am Mittwoch in Brüssel. Der fällt in der Tat drastisch aus. So müssen die Krankenkassen beispielsweise für das Multiple-Sklerose- Präparat Betaferon 250 hierzulande 1429 Euro zahlen, während es Italien nur 817 Euro kostet. Auch das Antirheumatikum Remicade 100 liegt mit 2080 Euro weit über dem Abgabepreis im billigsten EU-Land Portugal, wo das gleiche Pulver für nur 1460 Euro zu haben ist. Liese: „Die Kassenbeiträge ließen sich um 0,3 Prozentpunkte senken, wenn die deutschen Medikamente auf das EU-Preisniveau gesenkt würden.“ Das verbreitete Argument, die Patienten bezahlten auch die Forschung der Unternehmen, lässt der Europaabgeordnete nicht gelten: „Deutschland hat das höchste Preisniveau auch für Medizin-Produkte, die gar nicht im eigenen Land entwickelt wurden und beispielsweise aus den USA kommen. Es kann nicht sein, dass ein deutscher Kassenversicherter, der auf Hartz IV angewiesen ist, auf Umwegen die Arzneimittel für spanische Millionäre subventioniert.“

(...)

Der Vorstoß geht auf eine Initiative der unterfränkischen Europa-Abgeordneten Anja Weisgerber (CSU) zurück und wird von der Ärzteschaft unterstützt. Weisgerber: „Viele Mediziner beklagen sich darüber, dass Patienten bei „Dr. Google“ nachschlagen und dann mit völlig falschen und oberflächlichen Informationen in die Praxis kommen.“

Den vollen Artikel erhalten Sie unter: www.mainpost.de